Kriminalität

Berlins Maßregelvollzug überfüllt: Ein Platz kostet jährlich 100.000 Euro

Hoffnungslos überfüllt: Neue Zahlen des Berliner Senats zeigen, dass es immer mehr psychisch kranke Straftäter gibt. Patienten schlafen in Doppelstockbetten und auf Matratzen auf dem Boden.

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Eines der Gebäude des Maßregelvollzugs für als psychiatrisch auffällig oder suchtkrank eingestufte Straftäter auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin.

Eines der Gebäude des Maßregelvollzugs für als psychiatrisch auffällig oder suchtkrank eingestufte Straftäter auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Berlin.

© dpa

In Berlin leben immer mehr Straftäter mit psychischen Störungen. Das Krankenhaus des Maßregelvollzugs (KMV) ist hoffnungslos überbelegt – und wird immer teurer. Das belegen neue Zahlen der Senatsverwaltung für Gesundheit.

Demnach wurden im vergangenen Jahr 848 Patientinnen und Patienten im Maßregelvollzug behandelt – so viele wie noch nie. Darunter waren 213 Personen, die eine erhebliche Straftat im Alkohol- oder Drogenrausch begangen haben. Stationär untergebracht waren an den zwei KMV-Standorten in Reinickendorf und Buch 629 Personen.

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