Knapp vier Jahre nach dem Mauerfall erlebte Berlin ein Wunder. Ein Fußballmärchen, das Deutschland bisher nur einmal erlebte. In der Saison 1992/93 marschierten die Amateure ins Finale. Als Berliner Pokalsieger hatten sich die Bubis qualifiziert. Ein Team aus Lehrligen, Handwerkern, Schülern – zwischen 18 und 23 Jahren alt – freute sich darauf, einmal im großen Wettbewerb mitzuspielen.
Halbfinale gegen den Chemnitzer FC vor 60.000 Zuschauern
In Runde eins gab’s ein Freilos, danach gegen den badische Pokalsieger aus Heidelberg ein 3:0. Der Rausch begann: 4:2 gegen Zweitligist VfB Leipzig, 4:3 gegen Zweitligist Hannover 96, 2:1 gegen Bundesligist Nürnberg. Deutschland verliebte sich in die frechen Jungs von der Spree um Carsten Ramelow, die Schmidt-Brüder und Keeper Christian Fiedler.
Halbfinale gegen den Chemnitzer FC vor 60.000 Zuschauern: 2:1, das Unfassbare war Realität. Ein Amateurteam im Endspiel. Das gewann Leverkusen mit 1:0. Bubi-Trainer Jochem Ziegert bekam als Prämie einen Triumph 6, den er bis heute fährt.
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