125 Jahre Hertha BSC

Lattenknaller oder auch nicht

Gabor Kiraly gehört zu den besten Keepern, die Hertha jemals hatte.

Michael Jahn
2 Min
Herthas Keeper Gabor Kiraly.

Herthas Keeper Gabor Kiraly.

© imago/Nordphoto

Gabor Kiraly, der Mann mit der großen grauen Schlabberhose im Tor, gehörte zu den besten Keepern, die Hertha BSC je hatte. Der Ungar aus Szombathely besitzt Kultcharakter. Kiraly stand einst 198-mal in der Ersten Bundesliga im Berliner Tor und drohte dem damaligen Trainer Jürgen Röber an, einen seiner wilden Tricks in einem Spiel zu zeigen.

Kiralys Vorbild als Kind und Jugendlicher hieß Peter Hegedüs und stand im Tor von Haladas Szombathely. Dort stürmte auch Gabors Vater Ferenc und war mit dem etwas verrückten Torhüter Hegedüs befreundet. Hegedüs zelebrierte eine ungewöhnliche Aktion: Er zelebrierte eine Spieleröffnung, indem er den Ball an die Latte des eigenen Tores warf. Unglaublich!

Gabor Kiraly war beeindruckt und übte das später auch bis zur Perfektion. Trainer Röber aber verbot ihm, diesen Abwurf im Spiel zu zeigen. Kiraly hielt sich daran. Der heute 41-Jährige stieg mit 107 Länderspielen zum Rekordnationalspieler in Ungarn auf und steht noch immer im Tor von Haladas Szombathely in der Ersten Liga. Vielleicht, so hat er gesagt, macht der den „Hegedüs“ bei seinem Abschiedsspiel. Das kann dauern. Noch besitzt er Vertrag bis Juni 2019.

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