Dunkelflauten treten in Deutschland deutlich häufiger auf als bislang angenommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Kurzstudie des Energiekonzerns Uniper. Demnach gab es zwischen 2016 und 2025 insgesamt 1435 Phasen, in denen Wind- und Solaranlagen über mindestens zehn Stunden hinweg weniger als zehn Prozent ihrer installierten Leistung lieferten – also im Durchschnitt etwa alle 2,5 Tage.
Die Zahlen treffen auf eine hochaktuelle Debatte über die Zukunft der deutschen Stromversorgung. Während Befürworter neuer Gaskraftwerke die Ergebnisse als Beleg für einen wachsenden Bedarf an gesicherter Leistung sehen, halten Kritiker die Schlussfolgerungen für überzogen. Sie werfen Uniper vor, die Bedeutung von Speichern und anderen Flexibilitätsoptionen zu unterschätzen. Die Frage dahinter ist grundlegend: Braucht Deutschland neue Kraftwerke – oder werden die Risiken für das Stromsystem überschätzt?
Energieversorgung
1435 Dunkelflauten treffen Deutschland: Kippt jetzt das Stromsystem?
Eine neue Dunkelflauten-Studie von Uniper entfacht einen Streit über die Stromversorgung im Land. Braucht Deutschland mehr Kraftwerke – oder andere Lösungen?
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Zwischen 2016 und 2025 hat Deutschland laut einer neuen Studie 1435 Dunkelflauten verzeichnet.
© Andreas Franke/imago