2 000 Ärzte wollen gegen Arbeitsbedingungen protestieren

Warnstreik bei Rententräger

Daniel Baumann
1 Min

BERLIN. Im Streit um bessere Arbeitsbedingungen hat die Ärztegewerkschaft Marburger Bund die rund 2 000 bei der Deutschen Rentenversicherung Bund beschäftigten Ärzte zu einem Warnstreik aufgerufen. Das sagte gestern Sprecher Athanasios Drougias der Berliner Zeitung. Im Januar sollen dann Arbeitskampfmaßnahmen in einer Urabstimmung beschlossen werden. Grund für den Warnstreik am 16. Dezember in Berlin seien die gescheiterten Versuche, mit der Rentenversicherung in Tarifverhandlungen zu treten. Die Gewerkschaft fordert einen einzigen Tarifvertrag für alle dort beschäftigten Ärzte. "Wir werden alles einleiten, um eine Tarifauseinandersetzung in Gang zu bringen", sagte Drougias.Die Deutsche Rentenversicherung Bund beschäftigt Ärzte sowohl in ihrer Verwaltung als auch in ihren 22 Rehabilitationskliniken. Je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit gelten für sie laut Marburger Bund entweder der seit 2003 unveränderte Bundesangestelltentarifvertrag oder der 2005 ausgehandelte Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Die Rentenversicherung teilte mit, dass diese Verträge vom Marburger Bund gekündigt worden seien. "Die weitere Vorgehensweise wird innerhalb der Deutschen Rentenversicherung abgestimmt."Drougias sagte, die Ärzte seien stark überlastet, auch weil viele Stellen wegen des alten Tarifwerks nicht besetzt werden könnten. Der Rententräger verlagere deshalb zunehmend gutachterliche Tätigkeiten der Ärzte in die Verwaltung.

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