2010 beginnt der Umbau des Gendarmenmarktes

Autos und Busse sollen weichen

Uwe Aulich
2 Min

Am Gendarmenmarkt in Mitte könnte bald das Parken verboten werden. Der Grund: Autos und Busse verstellen den Blick auf Europas schönsten Platz. Nach ersten Überlegungen des Senats soll das Parken unmittelbar am Platz untersagt werden, auf den jeweils gegenüberliegenden Straßenseiten vor den Geschäftshäusern aber weiter möglich sein. Für Busse könnte ein Halt an der Französischen Straße entstehen. "Busse sollen halten können, der Platz aber vom ruhenden Verkehr befreit werden", sagte gestern Senatsbaudirektorin Regula Lüscher.Die Umgestaltung des Gendarmenmarktes soll laut Lüscher schon 2010 beginnen, Geld dafür gebe es aus dem Platzprogramm des Senats. Ein Konzept fehlt zwar noch, erste Entwürfe sollen aber im Frühjahr vorliegen. Zuvor werden Ideen auf Bürgerforen diskutiert. Gutachter haben festgestellt, dass das Pflaster abgenutzt ist und erneuert werden muss, dass die Treppen am Französischen Dom wie Barrieren wirken und die Kugel-Ahorn-Bäume den Blick auf die Gebäude verdecken. In diesem Bereich könnte eine Grünanlage wie am Deutschen Dom angelegt werden, sagte Klaus von Krosigk, Chef der Gartendenkmalpflege. Das findet der Pfarrer des Französischen Doms, Stephan Frielinghaus, reizvoll. Er warnt aber vor einer Übernutzung des Platzes durch zu viel Gastronomie. "Das führt zu einer Beliebigkeit", sagte er. Regula Lüscher stellte klar: "Der Gendarmenmarkt bleibt ein lebendiger Ort. Dazu gehören auch Schankgärten." (ua.)

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