2. Liga

289.500 Euro Geldstrafe für 96: Kind kritisiert DFB-System

Fan-Proteste, Pyrotechnik - und ein Martin Kind im Fadenkreuz: Wegen diverser Vergehen seiner Anhänger muss Hannover 96 eine immense Geldstrafe zahlen. Den C...

dpa
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ARCHIV - Fan-Proteste, Pyrotechnik - und ein Martin Kind im Fadenkreuz: Wegen diverser Vergehen seiner Anhänger muss Hannover eine Geldstrafe zahlen.

ARCHIV - Fan-Proteste, Pyrotechnik - und ein Martin Kind im Fadenkreuz: Wegen diverser Vergehen seiner Anhänger muss Hannover eine Geldstrafe zahlen.

© Christian Charisius/dpa

Verhandelt wurden in Frankfurt am Main unterschiedliche Vergehen: das Zünden von Pyrotechnik im Fanblock, die Proteste gegen den geplanten Investoren-Einstieg bei der DFL etwa beim Heimspiel gegen Hansa Rostock und auch das Zeigen eines Banners mit dem Gesicht von 96-Geschäftsführer Martin Kind in einem Fadenkreuz während der beinahe abgebrochenen Partie beim Hamburger SV. Dafür verhängte das DFB-Sportgericht eine Geldstrafe von 30.000 Euro, während das Entzünden von mehreren Raketen und Bengalischen Feuern vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 150.000 Euro geahndet wurde.

Hannovers Profifußball-Boss Kind hatte sich bereits im April nach einem Treffen mit der niedersächsischen Innenministerin Daniela Behrens entschieden gegen das System der Geldstrafen in solchen Fällen ausgesprochen. „Es ist verbandsrechtlich so geregelt, dass wir für das Fehlverhalten Dritter haften. Dieses System halten wir für falsch“, sagte er. „In der vergangenen Saison haben wir Strafen in Höhe von 625.000 Euro gezahlt. Die Strafen sollen einen präventiven Charakter haben. Das ist aber nicht der Fall.“ Dieses Thema müsse dringend „mit den 36 Clubs der ersten und zweiten Liga diskutiert werden“.

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