40 Eigenheime wurden bei der Sprengung des Kraftwerks Rudow beschädigt: Das Kesselhaus fiel im dritten Versuch

Beim ersten Versuch am 24. März wurde ein Treppenhaus ramponiert, beim nächsten Versuch zwei Tage später gab es eine riesige Druckwelle, Beton- und Stahlteile flogen durch die Gegend und zerstörten Dächer, Fenster und Fassaden von 40 Häusern. Doch das Kohle-Heizkraftwerk am Minzeweg in Rudow blieb stehen. Ein acht Meter langer Riss in der Seitenwand ihres Hauses erinnert Familie Jeske an den fehlgeschlagenen Versuch. Anwohner schimpften auf die Sprengfirma und das Bezirksamt. "Mangelnde Information" warfen sie den Verantwortlichen vor.Das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit besorgte eine neue Sprengfirma. Einen dritten Sprengversuch gab es am 3. Mai. Etwa hundert Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, der Teltowkanal und Teile der Autobahn waren gesperrt. Um 11 Uhr fiel das Kesselhaus und kurz darauf der Schornstein zusammen.Das Kraftwerk versorgte seit 1962 16 000 Wohnungen der Gropiusstadt mit Wärme und Warmwasser. 2003 wurde die Anlage stillgelegt. Investoren wollten das Werk 2005 nach China verkaufen. Daraus wurde nichts. Der Abriss begann. Im Mai 2008 soll das Kraftwerk abgetragen sein. Im Stadtplanungsamt liegen Entwürfe, auf dem Gelände Einfamilienhäuser zu bauen mit Hafen und Sportanlage.------------------------------Foto (2): Donnerstag, 3. Mai, 11 Uhr: Das Kesselhaus des Kraftwerks Rudow am Minzeweg wird gesprengt, 15 Minuten später fällt auch der hundert Meter hohe Schornstein. 5 550 Tonnen Stahl und Beton liegen danach auf einem Haufen. 35 Kilogramm Sprengstoff und zwölf Zünder waren nötig, um Kesselhaus und Schornstein zum Einsturz zu bringen. Es war eine punktgenaue ...

BLZ
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Beim ersten Versuch am 24. März wurde ein Treppenhaus ramponiert, beim nächsten Versuch zwei Tage später gab es eine riesige Druckwelle, Beton- und Stahlteile flogen durch die Gegend und zerstörten Dächer, Fenster und Fassaden von 40 Häusern. Doch das Kohle-Heizkraftwerk am Minzeweg in Rudow blieb stehen. Ein acht Meter langer Riss in der Seitenwand ihres Hauses erinnert Familie Jeske an den fehlgeschlagenen Versuch. Anwohner schimpften auf die Sprengfirma und das Bezirksamt. "Mangelnde Information" warfen sie den Verantwortlichen vor.Das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit besorgte eine neue Sprengfirma. Einen dritten Sprengversuch gab es am 3. Mai. Etwa hundert Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, der Teltowkanal und Teile der Autobahn waren gesperrt. Um 11 Uhr fiel das Kesselhaus und kurz darauf der Schornstein zusammen.Das Kraftwerk versorgte seit 1962 16 000 Wohnungen der Gropiusstadt mit Wärme und Warmwasser. 2003 wurde die Anlage stillgelegt. Investoren wollten das Werk 2005 nach China verkaufen. Daraus wurde nichts. Der Abriss begann. Im Mai 2008 soll das Kraftwerk abgetragen sein. Im Stadtplanungsamt liegen Entwürfe, auf dem Gelände Einfamilienhäuser zu bauen mit Hafen und Sportanlage.------------------------------Foto (2): Donnerstag, 3. Mai, 11 Uhr: Das Kesselhaus des Kraftwerks Rudow am Minzeweg wird gesprengt, 15 Minuten später fällt auch der hundert Meter hohe Schornstein. 5 550 Tonnen Stahl und Beton liegen danach auf einem Haufen. 35 Kilogramm Sprengstoff und zwölf Zünder waren nötig, um Kesselhaus und Schornstein zum Einsturz zu bringen. Es war eine punktgenaue Sprengung.

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