41 Diebstähle

Besonders dreiste Kabeldiebe sollen jetzt in Haft

In Berlin-Tempelhof nahmen Polizisten zwei Wiederholungstäter fest

Andreas Kopietz
2 Min

Bereits am Montagmorgen hatten  Bundespolizisten auf dem S-Bahnhof Tempelhof die beiden obdachlosen Bulgaren Lachezar L. (42) und Stanislav M. (46)  dabei ertappt, als sie zwei Einkaufswagen aus dem Fahrstuhl schoben. Die Wagen waren voll mit gestohlenen Kupferkabeln, die von einer Baustelle in der Nähe stammten. Mit ihnen wollten sie in einer S-Bahn davon fahren. Nach der Personalienaufnahme ließen die Beamten die beiden wieder laufen.

Am Mittwochmorgen  versuchten die Beiden das Gleiche: Gegen 4.20 Uhr erkannte eine Kioskbesitzerin Lachezar L. und  Stanislav M. wieder und sah, wie sie gestohlene Kabel mit einem Einkaufswagen zum S-Bahnhof Tempelhof transportierten. Die Frau rief die Polizei.

Jedes Mal wegen Geringfügigkeit eingestellt

Die Kabel stammten nach Angaben eines Behördensprechers wahrscheinlich ebenfalls wieder von der nahe gelegenen Baustelle. Bundespolizisten trafen zwar in Tempelhof  niemanden mehr an. Doch die Beamten in Zivil wussten noch von der letzten Festnahme, wo sie nach den beiden Verdächtigen suchen mussten:  Vor einem verlassenen Bahngebäude  in Pankow trafen sie auf die beiden Männer.

Vor der Ruine, in der die beiden hausen, war eine Feuerstelle, an der bereits Kabelisolierungen verbrannt wurden. Bei den beiden Verdächtigen fanden die Polizisten eine Quittung über den Verkauf von mehr als 40 Kilogramm Buntmetall bei einem nahe gelegenen Schrottplatz. Die Beamten nahmen die Männer fest. Von ihnen und am Diebesgut wurden DNA-Proben genommen.

Nach Angaben von Ermittlern  wurden die beiden Bulgaren bereits 39 Mal von der Polizei erwischt, vor allem bei Diebstählen. Jedes Mal mussten die Verfahren wegen Geringfügigkeit wieder eingestellt werden.  Doch jetzt könnte damit Schluss sein. Noch an diesem Donnerstag sollen die einschlägig polizeibekannten Männer einem Richter vorgeführt werden – zum Erlass eines Haftbefehls.

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