USA

50 Prozent auf Stahl und Aluminium: Verdoppelte US-Importzölle in Kraft getreten

Die deutsche Wirtschaftsvereinigung Stahl sieht in den erhöhten Zöllen eine „neue Eskalationsstufe im transatlantischen Handelskonflikt“. Die EU versucht, einen Deal zu erreichen.

Sophie Barkey AFP/dpa/sba
2 Min
US-Präsident Donald Trump geht auf dem Südrasen des Weißen Hauses.

US-Präsident Donald Trump geht auf dem Südrasen des Weißen Hauses.

© Jacquelyn Martin/AP

Die neuen US-Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium sind am Mittwoch in Kraft getreten. In der Nacht verdoppelten sich diese Zölle von 25 auf 50 Prozent. US-Präsident Donald Trump hatte die Maßnahme vergangene Woche angekündigt und eine entsprechende Anordnung unterzeichnet. Die deutsche Wirtschaftsvereinigung Stahl sieht darin eine „neue Eskalationsstufe im transatlantischen Handelskonflikt“ und drängt die Bundesregierung zu einer stärkeren Unterstützung.

Trump will mit den höheren Zöllen die heimische Wirtschaft schützen und Arbeitsplätze in den USA schaffen. Der Republikaner fährt seit Beginn seiner zweiten Amtszeit im Januar einen harten handelspolitischen Kurs, der die weltweiten Lieferketten und die Aktienmärkte erschüttert hat.

Ausgenommen von den erhöhten Zöllen sind Stahl- und Aluminiumimporte aus Großbritannien, für die laut dem Weißen Haus weiter ein Satz von 25 Prozent gilt. Hintergrund ist ein Handelspakt, den die USA mit den Briten geschlossen haben.

Verhandlungen zwischen EU und USA gehen weiter

Bislang ist unklar, wie die EU reagieren wird. Die EU-Kommission hatte Trumps Ankündigung am Wochenende scharf kritisiert und eine Reaktion noch vor dem Sommer angedroht. Als Affront wird das Vorgehen vor allem wegen der zuletzt intensivierten Verhandlungen um eine Beilegung des Handelsstreits gewertet.

Nach jüngsten Angaben aus der EU-Kommission liefen die Gespräche allerdings zu Beginn der Woche weiter und wurden als „sehr konstruktiv“ beschrieben. Heute ist ein weiteres Treffen zwischen EU-Handelskommissar Maros Sevcovic und dem US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer in Paris geplant.

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