Kriminalität

57.000 Euro mit Trick erbeutet: Berliner Polizist wegen Raubes verhaftet

Zwei Beamte der Berliner Polizei täuschten auf der Stadtautobahn eine Personenkontrolle vor. Sie fesselten einen Autofahrer mit Handschellen und raubten ihn aus.

Team News Alexander Schmalz lex
2 Min
Ein Zivilpolizist mit Handschellen 

Ein Zivilpolizist mit Handschellen 

© Fredrik von Erichsen/dpa

Zwei Berliner Polizisten sollen im Sommer des vergangenen Jahres mit einem vorgetäuschten Einsatz einen Autofahrer ausgeraubt haben. Nachdem einer der Beamten im August 2023 verhaftet worden war, wurde nun gegen seinen Komplizen ein Haftbefehl wegen Raubes vollstreckt. Es handelt sich um einen 45 Jahre alten Polizeioberkommissar.

Die beiden Beschuldigten sollen am Abend 19. Juli 2023 bei einer angeblichen Personenkontrolle einen damals 62-jährigen Autofahrer auf der Stadtautobahn in Höhe des Messedamms mittels Sondersignalen und Polizeikelle herausgewunken und zum Stehen gebracht haben. Sie sollen den Mann mit Handschellen gefesselt in einen zivilen Einsatzwagen ihrer Direktion gebracht haben. Anschließend sollen sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft mehr als 57.000 Euro Bargeld und zwei Mobiltelefone aus dem Fahrzeug entwendet haben.

Nach Abschluss der angeblichen Maßnahmen soll der andere Verdächtige, ein Polizeihauptkommissar, dem Mann sogar ein polizeiliches Sicherstellungsprotokoll ausgehändigt haben – auf dem das beschlagnahmte Geld aber nicht verzeichnet war.

Verschuldeter Polizist soll seiner Ehefrau von der Tat erzählt haben

Der Tatverdacht gegen den nun festgenommenen 45-jährigen Polizisten ergibt sich insbesondere aus einem vorliegenden DNA-Gutachten, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Zudem soll der hoch verschuldete Beamte seiner Ehefrau noch vor der Tat angekündigt haben, in Kürze zu größeren Mengen Bargeld zu kommen. Woher die beiden Polizisten wussten, dass ihr Opfer das Bargeld mit sich führen würde, ist nach wie vor unklar.

Beiden Beamten wurde bereits nach den Durchsuchungen ihrer Wohnungen im vergangenen Jahr ein Verbot der Weiterführung der Dienstgeschäfte ausgesprochen. Die Ermittlungen dauern an.  

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