6Wunderkinder

19 Millionen für Berliner Start-up

US-Kapitalgeber finanziert 6Wunderkinder

BLZ
2 Min

Schöner Erfolg für ein aussichtsreiches Berliner Start-up-Unternehmen: 6Wunderkinder hat in einer Finanzierungsrunde 19 Millionen Dollar (rund 14 Millionen Euro) für seine weitere Entwicklung von dem US-Risikokapitalgeber Sequoia und weiteren Investoren einstreichen können. Damit soll vor allem die Expansion auf dem amerikanischen Markt finanziert werden.

6 Wunderkinder bietet eine Plattform für die Verwaltung täglicher Aufgaben namens Wunderlist. Für die private Nutzung durch Einzelpersonen ist dies kostenlos. Umsatz erlöst das Unternehmen mit einer Version für professionelle Nutzer, die dafür eine monatliche Gebühr zahlen. Nach eigenen Angaben arbeiten weltweit bereits mehr als sechs Millionen Menschen und 50.000 Unternehmen mit Wunderlist. In diesem Jahr sei die Nutzung der Plattform um fast 500 Prozent gestiegen.

Die Finanzspritze von Sequoia hat einiges Gewicht. Denn es handelt sich hier um einen renommierten Kapitalgeber, der frühzeitig in Unternehmen wie Google, Apple oder Youtube investierte. Und 6Wunderkinder ist das erste Start-up in Deutschland, in das Sequoia Geld pumpt. Gründer Christian Reber nannte dies nicht nur eine Bestätigung für sein Start-up, sondern auch für die Technologiebranche in Berlin. Außerdem zieht Sequoia-Vorstand Michael Moritz in den Verwaltungsrat ein. Die beiden bisherigen Geldgeber Atomico und Earlybird haben sich ebenfalls an der Finanzierungsrunde beteiligt.

In Berlin als einem der großen Standorte in Europa für Start-ups gewinnt die digitale Wirtschaft mehr und mehr an Gewicht. Ihr Anteil an der gesamten Wirtschaftsleistung der Hauptstadt liegt nach Berechnungen der Investitionsbank Berlin bei 4,2 Prozent. Damit übertrifft sie das Baugewerbe, das auf 3,7 Prozent kommt. (ml.)

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