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Abed Abdi im Albertinum in Dresden: Er will die Anerkennung Palästinas als zweiten Staat

Völkerfreundschaftsappelle sind das Grundmotiv des palästinensisch-israelischen Künstlers Abed Abdi. In Dresden sind seine Werke zu sehen.

Sylvie Kürsten
7 Min
Abed Abdi im Archiv der Kunsthochschule Dresden.

Abed Abdi im Archiv der Kunsthochschule Dresden.

© Sylvie Kürsten

Eigentlich hat er gar nicht fahren, Haifa nicht verlassen und sich nicht noch einmal wie ein Flüchtling fühlen wollen. Wie 1948, als er als Sechsjähriger mit seiner Familie aus seiner Geburtsstadt fliehen und in Flüchtlingslagern im Libanon sowie in Syrien Zuflucht suchen muss.

Das Gefühl der Entwurzelung sitzt dem heute 81-jährigen Abed Abdi noch immer in den Knochen. Auch wenn er kurze Zeit später auf Vermittlung der UN wieder nach Haifa zurückkehren darf, sich in dem neuen Staat Israel einen Namen als künstlerische Stimme der palästinensischen Minderheit machen kann und in liberaleren Zeiten dafür sogar Preise vom israelischen Kulturministerium bekommt.

Doch nach dem 7. Oktober überwiegt auch für einen arabischen Israeli wie Abdi wieder die Unsicherheit, sodass er vorsichtshalber Haus und Atelier gen Ungarn verlässt.

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