Patientensicherheit

Abnehmspritzen und Sehverlust: Hunderte Amerikaner verklagen Novo Nordisk und Eli Lilly

Ein Fall auf 10.000 Behandelte, dauerhaft und unbehandelbar: In Europa steht der Warnhinweis im Beipackzettel. In den USA fehlt er bis heute.

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Eine Spritze der Marke Ozempic: Gegen Hersteller Novo Nordisk klagen US-Bürger, weil sie auf einem Auge weitgehend erblindet sind. (Archivbild)

Eine Spritze der Marke Ozempic: Gegen Hersteller Novo Nordisk klagen US-Bürger, weil sie auf einem Auge weitgehend erblindet sind. (Archivbild)

© Roberto Pfeil/dpa/dpa-tmn

Der Warnhinweis steht in Deutschland seit mehr als einem Jahr auf jeder Packungsbeilage. In den USA aber fehlt er bis heute. Hunderte US-Amerikaner klagen nun gegen die Pharmakonzerne Novo Nordisk und Eli Lilly vor Gericht, weil sie nach der Anwendung von Ozempic, Wegovy oder Zepbound auf einem Auge weitgehend erblindet sind. Über die Verfahren berichtete zuerst das Wall Street Journal, der Sender NBC News griff das Thema auf.

Im Zentrum steht eine Erkrankung mit dem sperrigen Namen „nicht-arteriitische anteriore ischämische Optikusneuropathie“, kurz Naion. Der Sehnervenkopf wird nicht mehr ausreichend durchblutet, der Sehverlust kommt plötzlich und schmerzlos, meist auf einem Auge, häufig über Nacht. Eine Therapie gibt es bisher nicht, der Schaden bleibt. Betroffen sind überwiegend Menschen jenseits der 50.

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