Pop

Nach Taylor Swift und Beyoncé: Auch Adele meidet Berlin – was ist da los?

Es ist auffällig: Die Megastars kommen nicht mehr alle nach Berlin. Auch Adele 2024 nicht. Warum gibt sie sogar München den Vorzug gegenüber der Hauptstadt?

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Adele hier bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles – ist ihr Berlin nicht glamourös genug?

Adele hier bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles – ist ihr Berlin nicht glamourös genug?

© Chris Pizzello/Invision/AP/dpa

Was gibt es Geileres, als hemmungslos ins Kissen zu heulen und dabei dem (oder der) Ex zu versichern: Nein, nein, das sei super, dass er (oder sie) nun wen Neuen gefunden habe. Alles prima. Viel Spaß euch, ich meine es wirklich so, doch, doch, keine Sorge, ich bin voll drüber weg, heul. „Someone Like You“ ist der passende Song dazu, von Adele, na klaro.

1,8 Milliarden (!) Hörer allein auf Spotify können kaum irren. Einfach dahinschmelzen mit dieser Bestie von einer Ballade. Am Ende sind wir auch nicht stabiler als die zarte Échiré-Butter auf heißem Toast.

Aber: Adele gönnt uns Berlinern unseren Emo-Masochismus nicht. Könnte man meinen. Sage und schreibe vier (!!!!) Mal spielt Adele diesen Sommer in München. Berlin? Pustekuchen!

Berliner Zeitung fragt bei Adeles Konzertveranstalter nach

Auf Rückfrage der Berliner Zeitung beim Konzertveranstalter Live Nation heißt es: „Die Künstlerin hat sich für diese Option entschieden, weil sie ihren Vorstellungen am nächsten kam. Die Messe München bietet für dieses Gastspiel genau die Voraussetzung und insbesondere die Infrastruktur, die für ein Gastspiel dieser Größenordnung erforderlich ist.“ Die haben also offenbar nicht nur den besseren Flughafen da unten im Süden.

Bevorzugt Adele die Münchner Weißwurst gegenüber unserer leckeren (wahlweise sogar veganen) Currywurst? Nein, der Grund scheint trivialer: In München baut man der Tränenregentin eine eigene Arena aufs Gelände der Messe München. Etwas schicker als das Olympiastadion. Sowieso: Dass Taylor Swift und auch Beyoncé Berlin auf ihren aktuellen Tourneen meiden, hat auch mit dem simplen Fakt zu tun, dass das Olympiastadion (quasi der einzige Spielort, der sich in dieser Megastar-Liga „lohnt“) so oft blockiert ist durch Fußball. Vielleicht braucht Hertha einfach ein neues Stadion? Bis dahin: „Someone Like You“ anschalten und Tränenapparat auf Springbrunnen-Modus.

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