Im brandenburgischen Landkreis Ostprignitz-Ruppin haben die Wahllokale für die Wahl eines neuen Landrats geöffnet. Amtsinhaber Ralf Reinhardt (SPD) bewirbt sich um eine dritte Amtszeit. Er tritt gegen drei Mitbewerber an: den AfD-Landtagsabgeordneten Torsten Arndt, Ronald Mundt von der Freien Wählergemeinschaft Prignitz-Ruppin sowie den parteilosen Thomas Kresse. Der Verfassungsschutz Brandenburg stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein.
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Quorum von 15 Prozent nötig
Für einen Sieg im ersten Wahlgang reicht die einfache Mehrheit nicht aus. Der Gewinner muss zusätzlich ein Quorum erfüllen und mindestens 15 Prozent der Wahlberechtigten hinter sich bringen. Andernfalls kommt es am 28. Juni zu einer Stichwahl. Der Landrat wird für acht Jahre gewählt.
2018 entschied das Los
Bei der vergangenen Landratswahl vor acht Jahren war ausnahmsweise eine Wahl im Kreistag nötig geworden. Eine Stichwahl hatte mangels ausreichender Wahlbeteiligung kein gültiges Ergebnis gebracht, das nötige Stimmenquorum hatte keiner der Kandidaten erreicht. Auch im Kreistag gab es zwischen Reinhardt und seinem damaligen Gegenkandidaten Egmont Ramelow (CDU) kein eindeutiges Ergebnis. Im Jahr 2018 musste schließlich das Los entscheiden – zugunsten von Reinhardt und der SPD. (mit dpa)
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