Der Osten blau, der Westen schwarz. Wer sich die Ergebnisse der Europawahl in Deutschland auf der Landkarte anschaut, sieht es sofort: Die Republik ist politisch zweigeteilt. Und zwar ziemlich genau entlang der Grenze zwischen der ehemaligen DDR und der alten Bundesrepublik. In den sogenannten alten Bundesländern konnte die Union einen Großteil der Wahlkreise für sich gewinnen. In den östlichen Bundesländern ist fast die Hälfte der Landkarte blau – die Parteifarbe der AfD.
Die Reaktionen auf dieses Ergebnis in den vergangenen zwei Wochen waren erwartbar. In sozialen Netzwerken wurde in vorwurfsvollem Ton gefragt, wo denn die „Dankbarkeit“ der Ostdeutschen bleibe. Zahlreiche Medien sprachen von angeblich erfolgreichen TikTok-Kampagnen der AfD für Jugendliche, von Fake News und der Notwendigkeit von mehr „Aufklärung“. Bundesfinanzminister Christian Lindner sagte kürzlich, die Regierung müsse den Ostdeutschen ihre Ukraine-Politik besser erklären.
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Wahlen in Frankreich
AfD und Rassemblement National: So ostdeutsch wählt Frankreich
Deindustrialisierung, Aufstieg der Rechten und Protest gegen die Ukraine-Hilfen: Der Osten ist kein Sonderfall, sondern folgt dem Trend aus dem Land der Aufklärung.
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Wird aus der AfD-Chefin Alice Weidel die deutsche Marine Le Pen?
© Fotomontage: BLZ mit Fotos von imago (2)