Worauf schaut ein männlicher Japanmakake zuerst bei einem Weibchen? Sagen wir es ganz direkt: auf die Brust, häufig aber auch auf den Po und das Gesicht. Alle drei Körperteile können dem potenziellen Vater nämlich durch Rötung signalisieren, ob das Weibchen fruchtbar ist oder nicht.Bei Studien zum Sexualverhalten von Japanmakaken fand der Wiener Primatenforscher Bernhard Wallner heraus, dass sich bei Weibchen in fruchtbaren Zyklen durch das Sexualhormon Östradiol die Rötung von Gesicht, Gesäß und Brust verändert. Bis zum Zeitpunkt des Eisprungs nimmt die Farbintensität durch gesteigerte Hormonkonzentration kontinuierlich zu. "Diese Hautareale sind daher attraktive sekundäre Geschlechtsmerkmale. Nach dem Eisprung oder erfolgreicher Geburt verblassen die Rötungen", erklärt der Wissenschaftler von der Universität Wien, der seine Forschungsergebnisse in der Fachzeitschrift Primates präsentiert.Dem Forscher gelang der Nachweis, dass bei nichtmenschlichen Primaten die unterschiedliche Struktur und Form der Brust eine zentrale Rolle als Fruchtbarkeitssignal spielt. "Weibliche Japanmakaken signalisieren bereits während sexuell inaktiver Perioden ihre Fruchtbarkeit", so Wallner.Makaken leben in Gruppen von zehn bis etwa 100 Tieren, die aus bis zu viermal so vielen Weibchen wie Männchen bestehen. (ki.)DOI: 10.1007/s10329-010-0221-7------------------------------Foto:Wallner Japanmakaken erkennt man an ihrem rosa bis rötlichen Gesicht.
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