Aktivisten haben in Berlin die Skulptur „Molecule Man“ in der Spree besetzt. Die Polizei sprach von mindestens zwei Menschen, die auf das Wahrzeichen geklettert seien. Von der Organisation „Internationalistische Jugendkommunen“ hieß es, vier Mitglieder besetzten seit 6 Uhr die Skulptur und hätten diese in ein Transparent gehüllt. Auf der Onlineplattform X wurden entsprechende Bilder veröffentlicht.
Auf dem Transparent ist die Aufschrift „3. Weltkrieg verweigern – keine Mittelstreckenraketen in Deutschland - keine Eurofighter in Kurdistan“ zu sehen. Der Protest richte sich „gegen die Kriegsvorbereitungen und den Konfrontationskurs der deutschen Bundesregierung, insbesondere gegenüber Russland“, heißt es in einer Mitteilung der Initiatoren. Ein Aktivist wird mit den Worten zitiert: „Die Jugendlichen in Deutschland wollen nicht, genauso durchlöchert wie die Molecule Men, an der Front enden.“
Nach Angaben der Polizei verließen die Aktivisten nach Aufforderung durch Beamte vor Ort den „Molecule Man“ am Mittag eigenständig.
Protestaktion auch am Brandenburger Tor: Polizei prüft Zusammenhang
Bereits am Mittwoch hatte es eine Protestaktion auf dem Brandenburger Tor in Berlin-Mitte gegeben. Zwei Frauen kletterten laut Polizei auf einen Seitenflügel des Wahrzeichens, rollten dort zwei Banner aus, zündeten Rauchbomben und skandierten Parolen.
Auf einem Banner war laut Polizei das Gesicht des inhaftierten Chefs der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, zu sehen. Auf dem anderen sei eine Ankündigung für eine Demonstration in Köln am 16. November zu sehen gewesen.
Bei der Aktion am Brandenburger Tor setzten die Beteiligten laut Polizei eine Hebebühne ein. Der für politisch motivierte Staatsschutz ermittelt unter anderem wegen Hausfriedensbruch.
Ob die Aktionen an den beiden Berliner Wahrzeichen in einem Zusammenhang stehen, ist bislang unklar. „Konkrete Hinweise haben wir dafür noch nicht. Wir werden das aber prüfen“, sagte der Sprecher.
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