BERLIN. Luka Pavicevic selbst hat es gar nicht gewusst. Er musste darauf hingewiesen werden, dass er ein Jubiläum erleben würde am Donnerstagabend in der Arena am Ostbahnhof. Die Bundesligapartie gegen die Köln 99ers war sein hundertstes Spiel als Trainer der Basketballer von Alba Berlin. Es fand vor spärlich besetzten Rängen statt. Nur 6103 Zuschauer wollten das Duell gegen den 16. der Tabelle sehen. Mehr Grund zur Freude bot dem Alba-Coach das Ende der umkämpften Begegnung. Alba gewann 86:77 (44:29) und tat damit wieder einen Schritt zum Erreichen des erklärten Ziels, in die Playoffs Mitte Mai als Spitzenreiter zu starten.Jenkins, der AntreiberDie Berliner fanden nur langsam zu ihrem Rhythmus, offensiv wie defensiv. Allerdings hatten auch die Kölner Mühe. Die Partie blieb ausgeglichen, 15:15 stand es zur ersten Pause. Danach bekam Alba die Partie besser in den Griff. Pavicevics Team zog nun davon; mit einer 6:0-Serie auf 23:15 (15. Minute), zur Halbzeitpause betrug der Vorsprung bereits 15 Punkte.Zwar hielt Alba die Kölner auch im dritten Viertel vorerst auf Distanz (52:34, 23.), doch die kämpften unverdrossen weiter - und wurden dafür belohnt. Sie schafften den 55:55-Ausgleich (29.), gingen kurz vor der letzten Pause 61:57 in Führung und legten zum Start in den Schlussabschnitt nach (65:57). Aus einer aggressiven Verteidigung heraus und angetrieben von Julius Jenkins, mit 23 Punkten am Ende bester Werfer, kam Alba jedoch zurück. Das 69:67 (35.) markierte die erneute Wende. Es war auch Jenkins, der zweieinhalb Minuten vor Schluss das 79:75 erzielte, und als noch 50 Sekunden zu spielen waren, verwandelte er zwei Freiwürfe zum 82:77. Ebenfalls per Freiwurf sorgte Blagota Sekulic schließlich für den Endstand.Bereits am Freitag reist das Team nach Paderborn an. Dort tritt es am Sonnabend zum nächsten Bundesligaspiel an. Am kommenden Mittwoch empfängt Alba Ulm, am Sonnabend darauf dann Nördlingen. Der Kampf um den Platz an der Spitze geht weiter.
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