Altersvorsorge

Eigentum als Altersvorsorge

Selbstständigen und Freiberuflern in Deutschland fehlen häufig die Mittel, um effektiv fürs Alter vorzusorgen. Eine neue Studie zeigt: Wer Geld hat, investiert in Immobilien

Stefan Sauer
2 Min
Frei sein, auch im Alter noch? Selbstständige müssen privat für ihren Ruhestand vorsorgen. Doch vielen fehlen die Mittel dazu.

Frei sein, auch im Alter noch? Selbstständige müssen privat für ihren Ruhestand vorsorgen. Doch vielen fehlen die Mittel dazu.

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Ein Viertel der 4,4 Millionen Selbstständigen und Freiberufler in Deutschland haben bisher nicht für das Alter vorgesorgt und betrachten sich selbst als nicht ausreichend abgesichert. Der Wille, daran etwas zu verändern, ist einer Erhebung des Allensbach-Instituts im Auftrag der Postbank zufolge aber nur schwach ausgeprägt: 56 Prozent der Befragten gaben an, nichts in den weiteren Ausbau der Altersvorsorge investieren zu wollen.

Nur jeder Fünfte plant, mehr als bisher in die private Altersvorsorge zu stecken. Sie ist gerade für freiberufliche Erwerbstätige oftmals die einzige Absicherung, da sie meist keinen Anspruch auf Ruhegelder aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben.

Knappe finanzielle Mittel

Das mangelhafte Vorsorgeverhalten ist in vielen Fällen durch die knappen finanziellen Mittel der Selbstständigen bedingt. Laut Allensbach verfügt ein Fünftel der Selbstständigen-Haushalte über weniger als 2500 Euro monatlich. Eine ebenso große Gruppe hat monatlich mehr als 5000 Euro zur Verfügung.

Die Analyse zeigt, dass Selbstständige besonders häufig in Immobilien investieren, um für das Alter vorzusorgen. Sieben von zehn der Selbstständigen-Haushalte nennen eine oder mehrere Immobilien ihr Eigen. Unter Angestellten trifft das nur auf 50 Prozent zu. Neben einer selbstbewohnten Immobilie bezeichnen zudem 58 Prozent der Selbstständigen vermietete Häuser oder Wohnungen als „ideale Form der Alterssicherung“. Von den Angestellten sind nur 29 Prozent dieser Ansicht.

Erwartungsgemäß sind private Renten- oder Lebensversicherungen ebenfalls unter Selbstständigen oder Freiberuflern verbreiteter als bei Angestellten, die gesetzlich rentenversichert sind. Jeder dritte Selbstständige verfügt über eine solche Police verfügt, von den abhängig Beschäftigten sind es nur 15 Prozent.

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