Die Einheitsfeiern rund um das Brandenburger Tor besuchen? Oder vielleicht doch lieber eine Moschee von innen besichtigen? Schließlich findet seit 1997 findet auch der „Tag der Offenen Moschee“ stets am 3. Oktober statt. Bei äußerst wechselhaftem Wetter boten sich den Berlinern am Dienstag verschiedene Möglichkeiten, den Feiertag zu gestalten.
Touristen fahren am Brandenburger Tor Riesenrad.
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Tausende Besucher jedenfalls kamen zum Brandenburger Tor, um den 27. Jahrestag der deutschen Einheit zu feiern. Etwa 150 Polizeibeamte und privates Security-Personal sicherten die Feier. Nach dem „Festival der Einheit“ mit Auftritten mehrerer Popstars am Montag standen am Dienstag, dem letzten Tag der dreitätigen Feierlichkeiten auf der Straße des 17. Juni, Familien im Mittelpunkt des Programms.
Besucher in der Sehitlik-Moschee.
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Mehr als 20 Moscheen und Kulturvereine öffnen ihre Pforten
Neben Dutzenden Essensständen erwarteten die Besucher Fahrgeschäfte und das traditionelle Riesenrad. In den Ministergärten hatten zudem sieben Landesvertretungen geöffnet, mit Hüpfburgen für die Kinder und regionaltypischen Speisen. Die zentrale Feier zum Tag der Deutschen Einheit fand in Mainz statt. Nächstes Jahr wird Berlin diese zentrale Feier ausrichten, dann dürfte rund um das Brandenburger Tor noch mehr los sein.
Müller wird Bundesratspräsident
Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat symbolisch den Staffelstab des Bundesratspräsidenten übernommen. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) überreichte ihm den Stab am Dienstag beim Tag der Deutschen Einheit in Mainz. Offiziell übernimmt Müller das Amt Anfang November. An der Spitze der Länderkammer will er auch für Europa werben. „Das freie und friedliche Europa ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte Müller. „Wir erleben das jetzt, wie auch die Werte des gemeinsamen Europa unter Druck geraten.“ (dpa)
Die Öffnung vieler Moscheen und islamischer Kulturzentren am Tag der Einheit stelle eine Zeichen des Respekt gegenüber Deutschland dar. So formulierte es Aiman Mazyek, der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland. Allein in Berlin öffneten am Dienstag mehr als 20 Moscheen und Kulturvereine ihre Pforten. Tausende Besucher waren zu Führungen, Vorträgen, Bücherbasaren oder auch zum Essen eingeladen.
Ein Mann mit sowjetischer Militärmütze verkauft Brezeln am Pariser Platz.
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Die Veranstalter hatten allein in Berlin mit 15.000 Besuchern gerechnet, deutschlandweit sollen es rund 100.000 sein. Das Motto des von den vier großen islamischen Verbänden initiierten Tags heißt „Gute Nachbarschaft – bessere Gesellschaft“. In Deutschland gibt es dem Zentralrat zufolge rund 2500 Moscheen. Viele lägen in Hinterhöfen, nur etwa 900 seien öffentlich erkennbar. (mak.)
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