AM RANDE

BLZ
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Der Letzte im Schacht: Wie bei einem sinkenden Schiff will auch in der eingestürzten Mine San José der "Kapitän" - also in diesem Fall Schichtleiter Luis Urzúa Iribarren - als Letzter den Unglücksort verlassen. Unklar war zunächst noch, ob die Helfer, die die Rettungsaktion von unten begleiten, nach den Geretteten an die Erdoberfläche fahren werden - oder ob tatsächlich der 54 Jahre alte Urzúa der Letzte unten im Schacht ist.Empfang in Strapsen: Die Frauen und Freundinnen der Bergleute haben sich in Erwartung ihrer Männer besonders hübsch gemacht: mit neuer Frisur, Nagellack und in Spitzenunterwäsche warteten sie an der Mine. Cristina Nunez etwa, die Freundin des Grubenarbeiters Claudio Yanez, trug ein Unterhemd aus roter Spitze. Brunela Oliva, die seit zehn Jahren mit Renan Avalos zusammen ist, hat offenbar andere Dessous gewählt: "Er liebt Strapse und Korsagen", verriet sie.Film in Vorbereitung: Dass das Bergbau-Drama reichlich Stoff für Romane und Verfilmungen aller Art bietet, ist den Kunstschaffenden nicht entgangen. Mindestens ein Film ist schon in Vorbereitung - von Rodrigo Ortuzar. Der chilenische Filmemacher arbeitet bereits an einem halbdokumentarischen Spielfilm. "Diese Geschichte ist unglaublich", sagt Ortuza.Erfindung aus Deutschland: Die "Fénix"-Kapseln sind eine Weiterentwicklung der sogenannten Dahlbusch-Bombe, einer lebensrettenden Metallröhre, mit der verschüttete Bergmänner an die Oberfläche geholt wurden. Ingenieure der Zeche Dahlbusch in Gelsenkirchen hatten das Gerät 1955 entwickelt. Der Name der in Chile verwendeten Kapsel erinnert an den mythologischen Vogel Phönix, der verbrennt und aus seiner Asche wieder neu ersteht.Rettungsaktion im Internet: Millionen Menschen auf der ganzen Welt verfolgen die Rettung der eingeschlossenen Bergleute in Chile. Nicht nur vor dem Fernseher, sondern auch im Internet. Eine kleine Auswahl der digitalen Möglichkeiten: Fotos veröffentlicht die chilenische Regierung auf der Plattform flickr unter http://dpaq.de/0AVSg. Die drei Kinder des Bergmanns Omar Reygadas haben für die BBC während der Zeit des Wartens ein Tagebuch geschrieben - abrufbar unter: http://dpaq.de/eCY1e (englisch)Mitfiebern an der Saar: Etliche Kumpel im Bergwerk Saar sind extra früh aufgestanden, um den Beginn der Rettung live im Fernsehen zu verfolgen. "Als der Erste hochkam, hatte ich eine Gänsehaut", sagte Gerd Zimmer von der Grubenwehr.Geschäft mit Medien: Einige Bewohner der sonst eher unbeachteten, armseligen Minenstadt Copiapo versuchen, aus dem Drama Kapital zu schlagen. Einige Anwohner am Krankenhaus, in dem die Bergleute untersucht werden, vermieteten ihre Wohnungen mit Blick auf das Hospital für 120 Dollar pro Tag an Journalisten. (BLZ)

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