Das fliegende Auge

Analoger Trash: John-Waters-Kostbarkeiten auf Zelluloid

Krumme Plots, zerzauste Heldinnen und ganz viel Haarspray. Das Kino in den Hackeschen Höfen zeigt Undergroundperlen von John Waters auf 35-Millimeter-Kopien.

4 Min
John Waters hat sich im April 2024 für eine Oscar-Party in Beverly Hills in Schale geworfen.

John Waters hat sich im April 2024 für eine Oscar-Party in Beverly Hills in Schale geworfen.

© Evan Agostini/dpa

Klingt etwas anstrengend: „Life is nothing if you are not obsessed!“, verkündete einst John Waters. Das Leben taugt also nichts ohne Obsessionen? Seit Mitte der 60er-Jahre ließ sich der amerikanische Independent-Regisseur jedenfalls von jener Maxime leiten – dies mit stetig wachsendem Erfolg. Er stellte sich konsequent gegen den Mainstream, bevölkerte haarsträubende Plots mit Figuren, die gegensätzlicher nicht sein könnten, machte vor kaum einem Tabu halt.

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