12.30 Uhr, Alexanderstraße, Abbiegespur Richtung Regierungsviertel. Die Polizei begleitet einen Demonstrationszug – so weit, so gewöhnlich. Der Aufmarsch, der sich hier jedoch präsentiert, sprengt jedes Verhältnis von Polizeiaufgebot zu Teilnehmerzahl. Zwei Streifenwagen mit Fahne eröffnen den Zug, dazu Polizisten zu Fuß – Routine bei angemeldeten Demonstrationszügen.
Was folgt, ist es weniger. Anatol Wiecki, Initiator der Aktion, läuft rückwärts. Neben ihm rollt eine Frau auf einem Tretroller. Eine dritte Person sitzt in einem Mietwagen und ruft Parolen durch ein Megafon aus dem Fenster. Das war’s. 21 Kilometer soll die Strecke lang sein, von Friedrichshain über die Karl-Marx-Allee, den Alexanderplatz, Unter den Linden und den Kurfürstendamm bis zum Platz der Republik.
Kurios-Protest
Angebliche Wahlmanipulation: Berliner Polizei muss Drei-Personen-Demo durch Verkehr begleiten
Ein Mann läuft rückwärts, eine Frau fährt Tretroller, eine dritte Person brüllt aus dem Mietwagenfenster: Am Montag blockierte eine dreiköpfige Demo den Verkehr am Alex.
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Rückwärts unterwegs – nach eigenen Angaben im Namen der Demokratie: Anatol Wiecki.
© Benjamin Lamoureux