Der Sozialverband Deutschland (SoVD) hat angesichts der Inflation in Deutschland einen höheren Mindestlohn gefordert. Die Vorstandsvorsitzende Michaela Engelmeier sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Donnerstag, die Politik müsse jetzt handeln. „Der SoVD fordert daher eine Anhebung des Mindestlohns auf 15,02 Euro und den dringend erforderlichen Inflationsausgleich für Rentnerinnen und Rentner.“
Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hatte am Donnerstag die Inflationsrate für Deutschland für das vergangene Jahr bekannt gegeben. 2023 lag die Preissteigerung nach einer ersten Schätzung bei 5,9 Prozent. Im Gesamtjahr 2022 waren die Verbraucherpreise im Schnitt noch um 6,9 Prozent gestiegen.
Steigende Strom- und Gaspreise: Inflation in Deutschland sei „Armutsrisiko“
Erst zum Jahresstart war der Mindestlohn von zuvor zwölf Euro auf 12,41 Euro brutto pro Stunde angehoben worden. Die Grenze gilt nicht nur für eine versicherungspflichtige Hauptbeschäftigung, sondern auch für Minijobber. Bei Minijobbern erhöht sich die Verdienstgrenze um 18 Euro auf 538 Euro.
Engelmeier nannte die hohe Inflation „ein Armutsrisiko“. Insbesondere die hohen Strom- und Gaskosten machen ihr Sorge. „Gerade bei den Energiekosten kommt 2024 auf uns alle noch einiges zu“, warnte sie.
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