Berlin

„Ankiffen“ am Brandenburger Tor: 1500 Menschen feiern Cannabis-Legalisierung

Seit Mitternacht ist Kiffen in Deutschland legal. In Berlin feiern das rund 1500 Menschen mit Joints vor dem Brandenburger Tor.

Team News AFP/dpa/BLZ
2 Min
Berliner feiern die Cannabis-Legalisierung am Brandenburger Tor.

Berliner feiern die Cannabis-Legalisierung am Brandenburger Tor.

© John Macdougall/AFP

Großes „Ankiffen“ am Brandenburger Tor: Um Mitternacht haben sich zahlreiche Menschen zur am Montag in Kraft getretenen Teil-Legalisierung von Cannabis versammelt. Ein Sprecher der Berliner Polizei sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass zahlreiche Menschen unter lautem Jubel demonstrativ ihre „Tabakmischungen“ angezündet hätten.

Etwa 1500 Personen versammelten sich demnach am Brandenburger Tor, um die teilweise Legalisierung von Cannabis zu feiern. Die Versammlung begann laut Polizeiangaben kurz vor Mitternacht und endete anderthalb Stunden später. 

Vor dem Berliner Wahrzeichen schmückte ein meterhohes Cannabis-Blatt die Szene, pünktlich zu Mitternacht glimmten dann etliche Feuerzeuge auf. Kurz danach strömte ein starker Cannabisgeruch über den Platz.

Um Mitternacht fand ein großes „Smoke In“ vor dem Brandenburger Tor statt.

Um Mitternacht fand ein großes „Smoke In“ vor dem Brandenburger Tor statt.

© Sebastian Gollnow/dpa

Kiffer feiern die „neugewonnenen Freiheitsrechte“

„Wir können uns endlich zeigen, wir müssen uns nicht mehr verstecken“, sagte Henry Plottke, Mitglied beim Deutschen Hanfverband (DHV), der Nachrichtenagentur dpa vor Beginn der Aktion. Mit dem gemeinsamen Kiffen wolle man die „neugewonnenen Freiheitsrechte“ feiern, sagte Plottke. Es sei für ihn ein Schlüsselereignis, legal einen Joint vor dem Brandenburger Tor rauchen zu dürfen. Als Konsument spüre er „eine Menge Erleichterung“ darüber, nun nicht mehr als Straftäter zu gelten. Er sei außerdem froh, dass sich durch die Legalisierung auch das Verhältnis zur Polizei entspannen werde.

Das Gesetz zur teilweisen Legalisierung von Cannabis ist am Montag in Kraft getreten. Volljährigen ist es nun erlaubt, bis zu 25 Gramm Cannabis zu besitzen und selbst anzubauen. Es bleibt jedoch verboten, Cannabis in Anwesenheit von Minderjährigen oder in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Sportstätten zu konsumieren.

Die Aufbewahrung von bis zu 50 Gramm Cannabis zu Hause ist erlaubt, und für den Eigenanbau dürfen bis zu drei Pflanzen gezogen werden. Ab dem 1. Juli sollen Anbau und Abgabe über Anbauvereine, sogenannte Cannabis-Clubs, ermöglicht werden. Es bleibt jedoch weiterhin verboten, unter Drogeneinfluss ein Kraftfahrzeug zu führen.

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