Der Fall kommt nun vor Gericht. Angeklagt ist Uwe T. aus Spandau. Der 48-Jährige soll, laut Anklageschrift, den Ladenbesitzer aus niedrigen Beweggründen und Heimtücke grausam getötet haben. Der Grund für seine Tat soll laut Anklageschrift die Zuneigung zur Frau des Opfers gewesen sein. Der Ladenbesitzer war ihm im Weg. Dessen Tod hatte er offenbar seit längerer Zeit geplant. Die Polizei fand heraus, dass Uwe T. gegen 18.30 Uhr den Zeitungsladen betreten hatte. Er gab vor, eine Stange Zigaretten kaufen zu wollen. Die Männer kamen ins Gespräch. Dabei zog Uwe T. eine Pistole aus der Jacke, bedrohte das Opfer und zerrte es an einen Treppenaufgang. Dass es sich bei der Waffe um eine Schreckschusspistole handelte, bemerkte der Mann nicht.
20 Minuten Todeskampf
An der Treppe fesselte Uwe T. den Ladeninhaber und stopfte ihm einen Knebel in den Rachen. Kai B. schrie. Dann erstickte er langsam. Nach 20 Minuten hörte sein Herz auf zu schlagen. Olaf T. beobachtete den Todeskampf und kommentierte ihn mit den Worten „Mann, stirb!“ Nachdem er Spuren beseitigt hatte, verließ der 48-Jährige den Laden. In den Tagen danach warb er erneut um die Gunst der Frau des Ladenbesitzers. Sie wies ihn ab und brachte die Polizei auf die Spur des Täters.
Uwe T. wollte medizinischer Bademeister werden. Er brach die Ausbildung ab und eröffnete später einen Bäckerladen in der Pichelsdorfer Straße in Spandau. Als das Geschäft nicht mehr lief, gab er es auf und eröffnete ebenfalls einen Lottoladen. Er lebt von seiner Frau und seinem Sohn getrennt. Die Frau von Kai B. kennt er seit 2009. Seitdem stellte er ihr nach, sagen Bekannte.
Der Termin für den Prozessbeginn steht noch nicht fest.
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