Außenministerium

Ärger über Baerbock-Parodie: Auswärtiges Amt wendet sich an Twitter

Seit Tagen parodiert ein Twitter-Account die deutsche Außenministerin. Zwischenzeitlich war das Profil gesperrt – auf Initiative des Auswärtigen Amtes?

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Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen)

Außenministerin Annalena Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen)

© Michael Kappeler/dpa

Im Auswärtigen Amt gibt es Unmut wegen eines Twitter-Accounts, der Bundesaußenministerin Annalena Baerbock parodiert – und dem Profil der Grünen-Politikerin dabei sehr ähnlich sieht. Zwischenzeitlich war der Account an diesem Montag nicht mehr erreichbar, mittlerweile scheint er von der Plattform wieder entsperrt worden zu sein. Am Montagnachmittag folgten ihm rund 25.000 Nutzer.

Ob die vorübergehende Sperrung auf eine Beschwerde des Außenministeriums zurückgeht, ist unklar. „Das Auswärtige Amt hat Twitter auf diese Verwechselungsgefahr hingewiesen und darum gebeten, Maßnahmen zu treffen, um dieser entgegenzuwirken“, heißt es aus dem Ministerium. „Welche Entscheidungsprozesse und Erwägungsgründe zu einer Sperrung des Accounts durch Twitter geführt haben, ist dem Auswärtigen Amt nicht bekannt.“

Das Unternehmen reagierte bislang nicht auf eine Anfrage der Berliner Zeitung. Twitter, das derzeit seinen Namen schrittweise in X ändert, hat seine Pressearbeit nach der Übernahme durch den amerikanischen Unternehmer Elon Musk eingeschränkt.

„Parodie hat seinen festen Platz in unserer Demokratie“, heißt es aus dem Auswärtigen Amt. „Personen des öffentlichen Lebens müssen das aushalten; das gilt natürlich auch für die Außenministerin.“ Allerdings seien sich das Original und die Kopie in ihrer äußeren Erscheinung sehr ähnlich. So seien sowohl das Profilbild als auch das Hintergrundbild identisch, heißt es aus dem Ministerium. Zudem habe der Parodie-Account kürzlich noch einen Verifizierungshaken gehabt. Das ist nun nicht mehr der Fall.

„Der Account-Name von @baerbockpress verfügte zwar über den Klammerzusatz ‚Parodie‘. Dieser war bei der Anzeige von Tweets auf mobilen Endgeräten in der Timeline jedoch abgeschnitten und wurde dort nicht angezeigt“, heißt es weiter. Die „allermeisten Nutzer“ sähen einzelne Tweets in der Timeline, wo man den Zusatz „Parodie“ übersehen konnte. „Insbesondere bei Tweets von @baerbockpress, die auf den ersten Blick nicht ganz eindeutig als Parodie erkennbar waren, ist es hierdurch zu Verwechselungen gekommen.“

Die Betreiber des Accounts hatten in den vergangenen Tagen einzelne Tweets der Außenministerin abgeändert, andere wiederum völlig frei erfunden. Das Auswärtige Amt hatte zwischenzeitlich bereits auf der Plattform einen der Tweets kommentiert und darauf hingewiesen, dass es sich um eine „Täuschung“ handle.

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