Noch-Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) soll nach ihrem Ausscheiden aus der Bundesregierung eine Topposition bei den Vereinten Nationen in New York erhalten. Die Bundesregierung wolle Baerbock als deutsche Kandidatin für den Vorsitz der UN-Generalversammlung 2025/26 benennen, hieß es am Dienstag aus Regierungskreisen. Der Vorsitz wird Anfang Juni gewählt, die nächste Amtszeit läuft ab September für ein Jahr.
Anfang März erklärte Baerbock, aus persönlichen Gründen keine Führungsrolle in der neuen Grünen-Bundestagsfraktion einnehmen zu wollen. Seit 2008 habe sie bei den Grünen politische Verantwortung getragen, schreibt die 44-jährige Baerbock. „In all dieser Zeit habe ich immer alles gegeben.“ Und weiter: „Zugleich hatten diese intensiven Jahre auch einen privaten Preis. Daher habe ich mich aus persönlichen Gründen entschieden, erst einmal einen Schritt aus dem grellen Scheinwerferlicht zu machen und mich für kein führendes Amt in der Bundestagsfraktion zu bewerben.“
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Baerbock machte Rückzug nach Habeck
Wirtschaftsminister Robert Habeck und Kanzlerkandidat der Grünen hatte bereits am Tag nach der Bundestagswahl seinen Rückzug aus der ersten Reihe angekündigt. Baerbock, die ihn als Spitzenkandidatin unterstützt hatte, ließ sich mehr Zeit. Mit Habeck als Co-Parteichef hatte Baerbock die Partei zwischen 2018 und 2022 breiter aufgestellt.
Im November hatten Baerbock und ihr Ehemann Daniel Holefleisch ihre Trennung bekannt gegeben. Für die beiden Töchter, die heute neun und 13 Jahre alt sind, möchten beide weiter gemeinsam sorgen. Auch im gemeinsamen Zuhause in Potsdam wollte die Familie weiter wohnen.
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