TV-Kritik

Wie ein Wendekind zur gesamtdeutschen Pop-Fee wurde: die MDR-Doku über Annett Louisan

Sie war zwölf, als die DDR unterging und sie mit ihrer Mutter nach Hamburg zog. Heute blickt die Sängerin neu auf ihre ostdeutsche Kindheit – und auf ein Land, das es nicht mehr gibt.

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Annett Louisan: Jedes ihrer Alben stehe für eine bestimmte ihrer Lebensphasen, sagt sie. Das jüngste heißt „Sehnsucht“.

Annett Louisan: Jedes ihrer Alben stehe für eine bestimmte ihrer Lebensphasen, sagt sie. Das jüngste heißt „Sehnsucht“.

© Ulrich Perrey/dpa

Da ist sie wieder, die „Pop-Lolita“, das 152 Zentimeter große Feenwesen, die unverkennbare Stimme. Hüpft auf einem Trampolin in großzügigen Altbauräumlichkeiten herum, die vielleicht ihre eigenen in Hamburg sind – und haut gleich raus: „Ich glaube, dass ich auch gemocht werden will. Vor allen Dingen von Frauen.“ Und die Erzählstimme (weiblich) geht auch sofort rein in die Biografie der früheren Havelbergerin und heutigen langjährigen Hamburgerin und erzählt noch einmal die wichtigsten Eckpunkte der Künstlerinnenwerdung: „Klein, blond und mit einer Elfenstimme wurde sie vor gut 20 Jahren über Nacht berühmt.“

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