Am Mittwoch wurde bekannt, dass der deutsch-israelische Philosoph Omri Boehm nicht bei der Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung in der Gedenkstätte Buchenwald sprechen wird. Die israelische Regierung hatte massiv gegen Boehms Auftritt protestiert, sie wirft dem in den USA lehrenden Philosophen vor, den Holocaust zu relativieren. Nun erzählt der Direktor der Gedenkstätte, Jens-Christian Wagner, dass Vertreter der israelischen Regierung KZ-Überlebende angerufen haben und dass er reagierte, um ihnen den belastenden Loyalitätskonflikt zu ersparen.
KZ-Gedenken
Kritik an Redner Omri Boehm in Buchenwald: KZ-Gedenkstättenleiter verteidigt Entscheidung
Der Philosoph Omri Boehm sollte bei einer Gedenkfeier sprechen. Jens-Christian Wagner erklärt, warum er die Notbremse gezogen hat und Omri Boehm bei Gedenken nicht sprechen lässt.
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„Omri Boehm war extrem enttäuscht“, sagt der Direktor der Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora Jens-Christian Wagner.
© Paul-Philipp Braun/epd