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Mögliche Gefahrenlage

Anschlagsdrohung in Bielefeld: Hauptbahnhof gesperrt – Polizei gibt Entwarnung

Am Montagnachmittag ging bei der Polizei eine anonyme Anschlagsdrohung ein. Daraufhin wurde ein Großeinsatz in Bielefeld ausgelöst.

Team News Sophie Barkey sba
2 Min
Einsatzkräfte der Polizei stehen vor dem Bielefelder Hauptbahnhof. Wegen eines größeren Polizeieinsatzes ist der Bielefelder Hauptbahnhof weiträumig abgesperrt worden.

Einsatzkräfte der Polizei stehen vor dem Bielefelder Hauptbahnhof. Wegen eines größeren Polizeieinsatzes ist der Bielefelder Hauptbahnhof weiträumig abgesperrt worden.

© Christian Müller/Wetfalennews/dpa

Der Bielefelder Hauptbahnhof ist nach einer Anschlagsdrohung wieder freigegeben. Bei der Suche mit Spürhunden seien keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden, teilte die Polizei am Montagabend mit. Der Staatsschutz ermittelt. „Es wird wegen des Straftatbestands «Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten“ ermittelt», hieß es.

Der Bahnhof war am Montagnachmittag gesperrt worden. Gegen 15.20 Uhr am ersten Weihnachtsfeiertag habe ein nicht identifizierbarer Anrufer mit männlicher Stimme gedroht, „dass etwas am Bahnhof passieren wird“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei sei daraufhin mit einem größeren Aufgebot starker Kräfte vor Ort angerückt. Der Bahnhof wurde evakuiert. Reisende seien schon zeitnah nicht mehr in dem von der Drohung betroffenen Areal gewesen.

Der Zugverkehr wurde aufgrund der möglichen Gefahrenlage eingestellt und Züge umgeleitet. Die Bahn meldete Beeinträchtigungen im Fernverkehr zwischen Hannover und Hamm. Demnach wurden einzelne Züge umgeleitet und verspäteten sich dadurch um etwa 60 Minuten. 

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Montag im Bielefelder Hauptbahnhof.

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Montag im Bielefelder Hauptbahnhof.

© Christian Müller/Wetfalennews/dpa

Gefahrenhinweis auch in Köln: Sicherheitsmaßnahmen bei Gottesdiensten

Bielefeld ist nicht die erste Stadt in Nordrhein-Westfalen, bei der rund um Weihnachten eine mögliche Gefahrenlage herrschte. Am Samstagabend hatte die Polizei aufgrund eines „Gefahrenhinweises“ den Kölner Dom durchsucht. Dabei wurde jedoch kein Sprengstoff gefunden. Daraufhin wurden die Schutzmaßnahmen am Kölner Dom verschärft. Die Besucherinnen und Besucher mussten sich für die Weihnachtsgottesdienste Kontrollen unterziehen, wie die Kölner Polizei und das Domkapitel mitteilten. Laut Medienberichten gab es Hinweise auf mögliche Anschlagspläne einer islamistischen Terrorgruppe.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) betonte mit Blick auf die Ereignisse in Köln: „Wir nehmen die islamistische Terrorgefahr sehr ernst und sind äußerst wachsam.“ Bund und Länder setzten alle polizeilichen und nachrichtendienstlichen Mittel ein, um Gefahren früh zu erkennen und jedem Hinweis nachzugehen. (mit dpa)

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