Berlin Wie üblich gab es am Ende noch eine Kleinigkeit zu erwähnen. "One more thing", mit dieser beiläufigen Formel zieht Apple-Vorstandschef Steve Jobs stets sein letztes Ass aus dem Ärmel, und dieses Mal war es dieses: ein neues MacBook Air. Den extradünnen Rechner mit Aluminiumgehäuse gibt es nun in zwei Größen, mit 11,6 und 13,3 Zoll breiten Displays. Das Gerät hat eine deutlich längere Akkulaufzeit von bis zu sieben Stunden, ist leichter (die kleine Version wiegt knapp ein Kilo) und benutzt keine Festplatte mehr, sondern nur noch einen sogenannten Flash-Speicher, der wahlweise 64, 128 oder 256 Gigabyte groß ist. Schon kurz nach der Vorstellung verkündeten die ersten Apple-Fans auf Twitter euphorisch die erfolgreiche Bestellung eines der Geräte, die je nach Ausführung zwischen 999 und 1599 Euro kosten.Doch es sind nicht nur ambitioniert und innovativ designte Geräte, mit denen Steve Jobs mal wieder für Aufsehen sorgt. Bei seinem Auftritt in Kalifornien kündigte der Apple-Chef auch eine Weiterentwicklung seines Mac-Betriebssystems OS X an. Auch das Multimedia-Softwarepaket iLife gibt es in einer neuen Version. Und die Videotelefonie-Funktion Facetime, die bisher nur Besitzern neuer iPhone4-Telefone und iPodTouch-Player zu Verfügung stand, gibt es zumindest in der Beta-Version ab sofort für jeden Mac-Nutzer. Damit können die Teilnehmer, ähnlich wie beim Dienst Skype, kostenlose Videotelefonate führen, so lange sie in einem WLAN-Netzwerk angemeldet sind und eine eingebaute Kamera haben.Für das neue Betriebssystem namens Lion hat sich Apple am großen Erfolg seiner iPhones und iPods orientiert. Es soll im Sommer nächsten Jahres eingeführt werden. Als Neuerung will Apple unter anderem Elemente aus iOS, das auf den mobilen Geräten wie dem iPad zum Einsatz kommt, übernehmen. So soll zum Beispiel die Gestensteuerung via Trackpad kommen. Damit können etwa Bilder durch eine Geste mit zwei Fingern vergrößert oder gedreht werden.In Kürze schon eröffnet Apple einen App-Store für Macs, in dem Entwickler Programme anbieten können. Ähnlich wie bei Smartphones können Nutzer daraus neue Programme, Spiele, Bücher oder Zeitungsangebote direkt herunterladen. Das werde die Art verändern, wie man neue Software findet und kauft, sagte Steve Jobs bei der Vorstellung. Da ihm genau das auf mobilen Geräten bereits gelungen ist, darf man gespannt sein.------------------------------Foto: Das neue dünne MacBook Air
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