Arbeiter sammeln jedes Jahr 4 000 Tonnen Dreck

Straßenkehrer fegen künftig zweimal am Tag

juli
2 Min

SCHÖNEBERG. An manchen Tagen wundern sich die Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) noch über ausgefallene Gegenstände, die sie finden, wenn sie Straßen im Schöneberger Norden kehren. Mit Waschmaschinen und Kühlschränken, die Unbekannte am Straßenrand abstellen, haben sich die Reinigungskräfte abgefunden. "So was sammeln wir jeden Monat ein", sagt BSR-Sprecher Bernd Müller. Im November gabelten BSR-Mitarbeiter eine Badewanne am Straßenrand auf. Die fiel zwischen den 16 Kubikmetern Eisenschrott, den Straßenkehrer in dem Monat eingesammelt hatten, auf.Gegen den Dreck, der an Straßen und Grünstreifen im Norden des Bezirks täglich von Anwohnern, Gewerbetreibenden und Vorrüberfahrenden abgeworfen wird, will die BSR künftig stärker vorgehen. Die Menge von Hundekot, Papier und Müll auf Straßen und in Innenhöfen der Wohngebäude war in der Vergangenheit bereits mehrfach von Anwohnern als Ärgernis bezeichnet worden. Mit dem Thema beschäftigte sich auch der Präventionsrat Schöneberger Norden am gestrigen Dienstag.Auf 270 Kilometer Straßenland und 135 Kilometer Grünfläche im Bezirk sammeln die BSR-Mitarbeiter jedes Jahr 4 000 Tonnen Dreck ein. 67 Tonnen Sperrmüll kamen im November zusammen. "Das Gebiet rund um Potsdamer Straße und Pallasstraße ist schwer in den Griff zu kriegen", sagt Müller. Wenn die Straßenkehrer eine Straße gerade verlassen hätten, liege Müll bereits wieder offen herum. Die BSR reinigt jede Straße mindestens einmal pro Woche. An der Potsdamer Straße kehren Mitarbeiter täglich. Sie sollen künftig jeden Tag noch ein zweites Mal säubern. Zur Beseitigung von Hundekot fährt eine Maschine die Straßen ab. (juli.)

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