Arbeitsagentur in Kreuzberg

Reparaturen im Jobcenter dauern Monate

Die Hartz-IV-Empfänger müssen nach Mitte aufs Amt ausweichen, da die Schäden in der Arbeitsagentur in Kreuzberg erheblich sind. Dort können sie sich mit einer einmalig gültigen Scheckkarte Beihilfen oder Vorschüsse auszahlen lassen.

BLZ
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Scherben über Scherben: Die Fenster des Jobcenters nach der Explosion.

Scherben über Scherben: Die Fenster des Jobcenters nach der Explosion.

© dpa/Kay Nietfeld Lizenz

In der Arbeitsagentur in Kreuzberg hat die Reparatur der Schäden begonnen, die Diebe durch die Sprengung eines Geldautomaten angerichtet hatten. Es werde Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis der Betrieb wieder normal läuft, sagte ein Sprecher. Die Schäden im Foyer seien erheblich.

Die betroffenen Hartz-IV-Empfänger müssen vorerst in die Arbeitsagentur Mitte ausweichen. Dort können sie sich mit einer einmalig gültigen Scheckkarte Beihilfen oder Vorschüsse auszahlen lassen. Alle übrigen Anliegen würden weiterhin in Kreuzberg bearbeitet, teilte der Sprecher mit.

Mit Farbpatrone ausgerüstet

Nach Angaben des Jobcenters war der gesprengte Automat zwar mit einer Farbpatrone ausgerüstet, die die Geldscheine im Fall einer Explosion entwerten sollte. Farbflecken seien am Tatort aber nicht gefunden worden. Der Geldautomat war in der Nacht zum Montag gesprengt worden. Die Polizei geht von zwei maskierten Tätern aus, die nach Aussagen eines Wachmanns aus dem Jobcenter flüchteten. Von zwei Geldkassetten fehlt jede Spur.

Chaos vor dem Jobcenter.

Chaos vor dem Jobcenter.

© ABIX Lizenz

In diesem Jahr gab es in Berlin laut Polizei bereits 23 Fälle, in denen Diebe einen Geldautomaten sprengen wollten. Zwölf davon schlugen fehl. Noch vor einem Jahr habe es nur vereinzelt Diebstahlversuche durch eine Explosion gegeben, sagte eine Sprecherin der Polizei. Das Bundeskriminalamt (BKA) verzeichnete bundesweit 51 Fälle, bei denen Geldautomaten mit Gas gesprengt wurden. (dpa)

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