Der Arbeitsmarkt profitierte im Mai nicht mehr so stark vom üblichen Aufschwung im Frühling. „Da die Frühjahrsbelebung in diesem Jahr sehr zeitig einsetzte, sind saisonale Effekte, die sonst den Arbeitsmarkt in einem Mai beeinflussen, schwächer ausgeprägt“, erklärte der Chef der Regionaldirektion, Dieter Wagon. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt fiel der Effekt insgesamt schwach aus. Ein Grund ist der milde Winter. Wetterabhängige Branchen stellten schon früher wieder Personal ein.
Arbeits- und Ausbildungsplätze sind noch zu haben
Unternehmen in Berlin und Brandenburg suchen weiter Fachkräfte, etwa in Logistikbetrieben, im Einzelhandel, in Reinigungsberufen und bei Zeitarbeitsfirmen. Allerdings werden weniger offene Stellen gemeldet. Im Mai bekamen Jobcenter und Arbeitsagenturen rund 5400 neue Angebote - knapp 900 weniger als im April und 90 weniger als im Mai 2013. Gemessen an den Arbeitslosen steht Berlin besser da als im Vorjahr: Im Vergleich zum Mai 2013 gab es knapp 8800 Arbeitslose weniger; die Quote sank um 0,7 Punkte.
Auch weniger Jugendliche unter 25 Jahren sind arbeitslos. Wenige Wochen vor den Sommerferien setze am Ausbildungsstellenmarkt nun der Endspurt ein, berichtete Wagon. Im Mai suchten noch etwa 8900 junge, gemeldete Leute einen Azubi-Platz. Dem standen 6900 offene Stellen gegenüber. Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg rieten, bei der Suche auch einen Blick ins Umland zu werfen: „Denn in Brandenburg sind noch viele attraktive Ausbildungsplätze zu haben.“ (dpa)
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