Arbeitslosigkeit im Januar

Noch immer viele Berliner Jugendliche ohne Job

167.736 Frauen und Männer waren im Januar als arbeitslos gemeldet.

BLZ
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Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, fiel der übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar seit Jahrzehnten nicht mehr so gering aus. 

Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, fiel der übliche Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar seit Jahrzehnten nicht mehr so gering aus. 

© imago

Der warme Winter hält die Arbeitslosigkeit in Berlin niedrig. In witterungsabhängigen Branchen wie dem Bau gab es zu Jahresbeginn weniger Kündigungen, so dass der übliche Anstieg im Januar so gering ausfiel wie mindestens seit 1991 nicht, wie die Bundesagentur für Arbeit am Mittwoch mitteilte.

167.736 Frauen und Männer waren demnach im Januar arbeitslos gemeldet. Das waren zwar 8164 mehr als im Dezember, aber 14.766 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote lag mit 8,8 Prozent rund 0,4 Prozentpunkte über dem Dezemberwert und einen ganzen Prozentpunkt unter der Quote vom Januar 2017. Zählt man Arbeitssuchende hinzu, die aus verschiedenen Gründen nicht als arbeitslos gelten, waren im Januar gut 235.000 Berliner ohne Arbeit.

Etwa 46.000 Langzeitarbeitslose

„Der Arbeitsmarkt in der Region knüpft an die gute Entwicklung des letzten Jahres an“, sagte Bernd Becking, Chef der regionalen Arbeitsagentur. Die Nachfrage der Arbeitgeber nach Arbeitskräften bleibe hoch. „Besonders erfreulich ist, dass auch die profitieren, die lange Zeit ohne Job waren“, so Becking. Stellen fänden nun zunehmend auch ältere und Langzeitarbeitslose.

Tatsächlich sind in der aktuellen Statistik der Berliner Arbeitsagentur etwa 46.000 Langzeitarbeitslose geführt, während es im Januar des vergangenen Jahres noch fast 54.000 waren. Das entspricht einem Rückgang um 14,5 Prozent.

24.013 freie Arbeitsstellen im Januar

Auch die Jugendarbeitslosigkeit in Berlin ging weiter zurück, sank bei den höchstens 20-Jährigen um 3,1 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahresmonat. Allerdings ist die Quote hier nach wie vor überdurchschnittlich hoch. Im Januar lag die Arbeitslosenquote unter den 15- bis 20-Jährigen bei 11,3 Prozent, im Bundesdurchschnitt dagegen nur bei 4,8 Prozent.

Insgesamt haben den jüngsten Daten zufolge in Berlin 1,47 Millionen Männer und Frauen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Damit ist diese Zahl innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 60.000 Stellen oder 4,3 Prozent gewachsen. Gute Jobs, also keine Minijobs, entstanden somit in Berlin mehr als doppelt so schnell wie in der gesamten Bundesrepublik. Dort wuchs die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 1,9 Prozent.

Den Arbeitsagenturen und Jobcentern wurden im Januar 5686 neue Arbeitsstellen gemeldet. Das waren 105 mehr als im Vormonat. Insgesamt waren in diesem Monat im Land Berlin 24.013 freie Arbeitsstellen gemeldet, 981 weniger als im Januar 2017. (BLZ/dpa)

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