Nach mehr als fünf Jahren Bauzeit nähert sich das umstrittene Fürst Berlin seiner Fertigstellung. Einst als Hoffnungsträger des Kurfürstendamms gefeiert, gilt es inzwischen als Sorgenkind City West – und wird von besonders spitzen Zungen abfällig als Luxusquartier verspottet.
Und das kommt nicht von ungefähr: Nachdem das in die Jahre gekommene Kudamm-Karree 2020 abgetragen und ein Jahr später die Bauarbeiten für das Fürst aufgenommen worden waren, geriet das Projekt wegen Eigentümerwechseln, langwieriger Genehmigungsverfahren, technischer Schwierigkeiten und explodierender Baukosten in die Kritik. Als es im Sommer 2023 zu einem längeren Baustopp kam, äußerte Kai Wegner sogar öffentlich die Sorge, das Areal könne zur Brache im Herzen der Stadt werden.
Doch wie konnte es so weit überhaupt kommen? Darüber sprach die Berliner Zeitung mit Jan Kleihues vom Berliner Architekturbüro Kleihues + Kleihues, der mit seinem Team den Masterplan für den „Kiez im Kiez“ entwickelt hatte.
UPDATE
Stadtplanung
Architekt Kleihues zur Kritik am Fürst Berlin: „Die Zeit der großen Warenhäuser ist vorbei“
Kaum ein anderes Neubauvorhaben der City West ist so umstritten wie das Fürst Berlin. Wir sprachen mit dem Architekten Jan Kleihues über die Hintergründe zum Projekt.
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So soll das neue Quartier am Kurfürstendamm einmal aussehen. Ende dieses Jahres soll der „Kiez im Kiez“ fertiggestellt sein.
© Kleihues + Kleihues Architekten