Eine Personalie aus der ARD: Der Sprecher Constantin Schreiber verlässt auf eigenen Wunsch die „Tagesschau“-Redaktion. Nach achteinhalb Jahren will er „künftig wieder inhaltlich journalistisch“ tätig sein, wie der 45-Jährige selbst sagte. Nach eigenen Angaben war es ihm „eine große Ehre, die ‚Tagesschau‘ präsentieren zu dürfen“, wie Schreiber in einer Pressemitteilung des NDR mitteilen ließ. Seit 2021 gehörte er zum Sprecherteam der Hauptausgabe.
Auf seinem Instagram-Profil äußerte sich Schreiber in seinen eigenen Worten zu seinem Abgang: „Alles hat seine Zeit – so steht es in der Bibel“. Für die Zeit bei der „Tagesschau“ sei er dankbar, sie habe ihn „persönlich und beruflich bereichert“. Für alle, die ihm 25. Mai noch einmal zuschalten wollen, hat er auf der Social-Media-Plattform noch ein Versprechen parat: „Ich freu’ mich, wenn ihr dabei seid und werde zum Abschied vielleicht einmal zuzwinkern.“
Den Weggang des Kollegen bedauert die Redaktion nach eigenen Angaben sehr. Marcus Bornheim, Erster Chefredakteur von „ARD-aktuell“, sagte: „Wir wünschen ihm für seinen weiteren Weg alles Gute und viel Erfolg. Er hat die ‚Tagesschau‘ mit geprägt.“
Mit Torte beworfen
Schreiber absolvierte nach dem Jura-Studium ein journalistisches Volontariat, arbeitete als Reporter im Nahen Osten und anschließend drei Jahre als Medienreferent im Auswärtigen Amt. Von 2012 bis 2017 war er für n-tv tätig. Für die Sendereihe „Marhaba – Ankommen in Deutschland“ erhielten Schreiber und sein Redaktionsteam 2017 den Grimme-Preis. In selben Jahr ging Schreiber zu „ARD-aktuell“. Er ist zudem Autor mehrerer Bücher.
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In jüngster Zeit geriet Schreiber mit seinem Buch „Inside Islam – Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“ in den Mittelpunkt einer Kontroverse. Bei einer Lesung an der Uni in Jena wurde er deshalb mit einer Torte beworfen. Er erklärte daraufhin, sich nicht mehr zum Islam äußern zu wollen.
Am 19. Mai wird Schreiber im Berliner Pfefferberg im Prenzlauer Berg abermals die Gesprächsrunde „Late Night“ präsentieren. Der Bühnentalk startete im Januar dieses Jahres. Diesmal mit dabei: Biyon Kattilathu (Motivationstrainer), Jens Spahn (CDU), Melanie Amman (Spiegel) und Mine (Sängerin).
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