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Grünen-Mitglied stellt Fragen an Weidel: Ärger um Publikum bei ARD-„Wahlarena“

Ein Mann sorgte mit seinen Fragen an Weidel für Aufmerksamkeit. Er ist im Vorstand eines Grünen-Ortsverbandes. Die Kritik an der Auswahl des Publikums in Wahlsendungen ist nicht neu.

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Die vier Kanzlerkandidaten trafen am Montag in der ARD-„Wahlarena“ aufeinander.

Die vier Kanzlerkandidaten trafen am Montag in der ARD-„Wahlarena“ aufeinander.

© Kay Nietfeld/dpa

Die Auswahl der Gäste bei einer Wahlsendung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk hat erneut für Schlagzeilen gesorgt. Bei der ARD-Wahlarena stellten sich am Montagabend Friedrich Merz (CDU), Alice Weidel (AfD), Olaf Scholz (SPD) und Robert Habeck (Grüne) den Fragen der Zuschauer. 

Ein junger Mann, der Alice Weidel eine Frage stellte, sorgte für Aufmerksamkeit. „Ich bin homosexuell und ich habe Angst“, beginnt ein junger Bürger seine Worte an Weidel. „Übrigens sollten Sie auch Angst haben“, legte er nach. Alice Weidel erkundigt sich, wieso dem so sein sollte. „Mitglieder Ihrer Partei wollen die Homosexuellen ins Gefängnis und ins KZ stecken. Wie können Sie Mitglied dieser Partei sein? Das frage ich mich schon die ganze Zeit.“

Wie sich nun herausstellte, handelt es sich bei diesem Mann um ein Mitglied im Vorstand des Grünen-Ortsverbandes in Hameln, Samuel Everding. Er wurde Ende November auf diese Position gewählt, wie sich in einer Mitteilung des Ortsverbandes lesen lässt.

Ein junger Landwirt, der seine Sorgen in der Sendung ebenfalls äußerte, kandidierte dem ÖRR-Blog zufolge für die Grünen und engagiert sich bei „Fridays for Future“.

So erklärt die ARD das Publikum bei der „Wahlarena“

Zur Auswahl der Gäste erklärt die ARD: „In den Wochen vor der Sendung wurden in den linearen und digitalen Programmen und Formaten der ARD Aufrufe geschaltet, sich mit Fragen zu bewerben“. Die Redaktion der Wahlarena von WDR und NDR habe aus den Einsendungen eine breite Themenpalette ausgewählt und dabei auch Einsendungen aus unterschiedlichen Regionen oder Altersgruppen berücksichtigt. Dabei habe man sich auch an den zentralen Themen des Wahlkampfs orientiert.

„Das Publikum soll vor allem interessante Fragen stellen, die u.a. auch andere Menschen in Deutschland haben“, so die Erklärung weiter. Die Arena dürfe von den Fragestellern „nicht für politische Meinungsmache genutzt werden“. Die Fragen und das Interesse an den Antworten der Kandidaten und nicht die politische Orientierung der Fragesteller sollten im Vordergrund stehen, dies sei kein repräsentatives Publikum, das etwa die Sitzverteilung im Deutschen Bundestag nachbildet. „Wir haben auf eine möglichst große Vielfalt beim Publikum Wert gelegt“.

Nicht das erste Mal gerät der öffentlich-rechtliche Rundfunk in die Kritik. Beim ersten von zwei TV-Duellen zwischen Olaf Scholz und Friedrich Merz gab es Kritik an der Besetzung der Kommentatoren. Levi Penell, einer der Kommentatoren, demonstrierte kurz vor der Sendung gemeinsam mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer gegen Friedrich Merz. Zudem war er im Vorstand der Grünen in Charlottenburg-Wilmersdorf aktiv.

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