„Arm“ zu sein ist in Deutschland zu einer Art Allzweckbeschreibung geworden: für Menschen mit geringem Lohn, für Alleinerziehende, für Studierende, für Rentnerinnen – und zunehmend für fast jeden, der weniger hat als der Durchschnitt. Der Armutsbegriff ist so weit gedehnt, dass er mehr Nebel produziert als Klarheit.
Sozialstaat
Armutsforscher über Sozialleistungsbetrug: „Das sind dramatisierte Einzelfälle“
Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hält Begriffe wie „Totalverweigerer“ für reine Stimmungsmache. Im Interview warnt er vor wachsender verdeckter Not.
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Ein älterer Mann durchsucht einen Abfalleimer in einem Park in Berlin-Friedrichshain nach leeren Flaschen.
© Winfried Rothermel/imago