Es dürfe „nicht sein, dass Länder, die sich selbst als Demokratien bezeichnen, Journalisten und Aktivisten ins Gefängnis stecken, mit Isolationshaft und anderen Schikanen malträtieren“, weil sie „unliebsame Geschichten aufdecken“, schreibt Wagenknecht in einem Facebook-Beitrag. Julian Assange sei „kein Verbrecher“, er habe vielmehr mit den Wikileaks-Veröffentlichungen „Kriegsverbrechen der USA unter anderem in Afghanistan“ öffentlich gemacht. Wagenknecht: „Dafür verdient er einen Preis, keine Strafe.“
Sie erwartet daher „auch von der deutschen Bundesregierung, dass sie die gestoppte Auslieferung unterstützt und sich für Assanges umgehende Freilassung einsetzt sowie ihm selbst Asyl in Deutschland anbietet“.
Auch die ehemalige Baywatch-Darstellerin Pamela Anderson hat erleichtert auf die Gerichtsentscheidung gegen eine Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange reagiert. Assange sei der widerstandsfähigste Mann, den sie kenne, schreibt Anderson bei Twitter. „Nur wenige könnten so viel opfern oder überleben für das, was sie glauben.“
Man dürfe nicht vergessen, dass er sich für die Meinungsfreiheit geopfert habe. Unter den Post setzte Anderson den Hashtag „keepfighting“. Bereits in der Vergangenheit hatte sich Anderson für den Wikileaks-Gründer starkgemacht und mit ihren Besuchen bei ihm für Schlagzeilen gesorgt.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: briefe@berliner-zeitung.de