Asylbewerber

Rund 15.000 Flüchtlinge in Berlin noch nicht registriert

Die zuständigen Behörden kommen kaum hinterher, die täglich neu eintreffenden Flüchtlinge zu registrieren. Dennoch sind die Menschen offiziell von den Behörden erfasst und bekommen Plätze in Notunterkünften.

BLZ
2 Min
Flüchtlinge warten vor dem LaGeSo auf ihre Registrierung.

Flüchtlinge warten vor dem LaGeSo auf ihre Registrierung.

© Markus Wächter / Waechter Lizenz

Rund 15.000 Flüchtlinge sind in Berlin derzeit noch nicht registriert. Sie hätten sich zwar beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) gemeldet und einen Platz in einer Notunterkunft bekommen, seien aber noch nicht im offiziellen Asylverfahren, sagte Lageso-Präsident Franz Allert am Donnerstag. Bis der Rückstau abgearbeitet sei, werde es noch dauern. Denn derzeit könnten täglich mit rund 700 Fällen gerade annähernd so viele Flüchtlinge registriert werden, wie neu in die Hauptstadt kämen.

In der Registrierungsstelle in der Bundesallee arbeiten seit Donnerstag auch 26 Bundeswehrsoldaten mit. Das Personal werde weiter aufgestockt, kündigte Allert an. In der Bundesallee durchlaufen Flüchtlinge den kompletten Prozess von der Aufnahme ihrer Daten bis zur Anerkennung oder Ablehnung unter einem Dach. In eindeutigen Fällen - eher die Ausnahme - kann die Entscheidung sogar noch am gleichen Tag fallen. (dpa)

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