Iran-Krieg

Atomstreit und Hormus-Blockade: USA und Iran verhandeln Memorandum zur Kriegsbeendigung

Teheran soll hochangereichertes Uran auslagern, Washington Sanktionen lockern. Zugleich droht Trump bei einem Scheitern mit neuen Bombardierungen.

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Donald Trump, Präsident der USA, drängt Iran auf die Annahme seines Vorschlags.

Donald Trump, Präsident der USA, drängt Iran auf die Annahme seines Vorschlags.

© Jacquelyn Martin/dpa

Die USA und der Iran stehen nach Angaben aus pakistanischen Vermittlungskreisen kurz vor einer Einigung auf ein Memorandum, das den seit Ende Februar andauernden Krieg in der Golfregion beenden soll. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Pakistan hatte im vergangenen Monat die bislang einzigen Friedensgespräche ausgerichtet und leitet seither Vorschläge zwischen Washington und Teheran weiter. „Wir werden das sehr bald abschließen. Wir kommen näher“, sagte die Quelle gegenüber Reuters.

Laut einem Bericht des US-Portals Axios, das sich auf zwei US-Regierungsvertreter und zwei weitere informierte Personen beruft, handelt es sich um ein 14 Punkte umfassendes Eckpunktepapier, das von den Trump-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner mit iranischen Offiziellen verhandelt wird – teils direkt, teils über Mittler. Antworten Teherans auf zentrale Punkte würden innerhalb von 48 Stunden erwartet. Eine endgültige Einigung sei noch nicht erzielt.

Das Memorandum sieht laut Axios eine Beendigung des Kriegs sowie eine 30-tägige Verhandlungsphase über ein Detailabkommen vor. Diese Gespräche könnten in Islamabad oder Genf stattfinden. Vorgesehen sei zudem ein iranisches Moratorium auf die Urananreicherung, die Aufhebung der US-Sanktionen sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögen in Milliardenhöhe. Beide Seiten sollen schrittweise ihre Beschränkungen für die Schifffahrt durch die Straße von Hormus aufheben. Scheitern die Verhandlungen, könnten die USA laut einem zitierten Regierungsvertreter die Seeblockade wiederherstellen oder Militärschläge wieder aufnehmen.

„Wenn sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardierungen“

Über die Dauer des Anreicherungsmoratoriums werde laut Axios noch verhandelt: Drei Quellen sprachen von mindestens zwölf, eine von 15 Jahren. Teheran habe fünf Jahre vorgeschlagen, Washington 20 gefordert. Danach dürfte der Iran auf das niedrige Niveau von 3,67 Prozent anreichern. Zwei Quellen erklärten gegenüber Axios, der Iran sei bereit, sein hochangereichertes Uran außer Landes zu bringen – möglicherweise in die USA.

US-Präsident Donald Trump bestätigte auf seinem sozialen Netzwerk Truth Social, dass bei einer Annahme des Vorschlags die Operation „Epic Fury“ und die Blockade enden würden. „Wenn sie nicht zustimmen, beginnen die Bombardierungen, und sie werden leider auf einem viel höheren Niveau und mit viel höherer Intensität sein als zuvor“, schrieb Trump. Zuvor hatte er die am Sonntag gestartete Marinemission „Project Freedom“ zur Öffnung der Straße von Hormus pausiert. Reuters zufolge fielen die Ölpreise auf die Nachrichten hin um mehr als acht Prozent.

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