Automobilindustrie

Auch BMW hat mit Verlusten zu kämpfen: 29 Prozent weniger Gewinn

Auch BMW spürt die Flaute in der Autobranche und meldet einen deutlichen Gewinneinbruch. Im zweiten Quartal sank der Überschuss um 29 Prozent.

Team News Oliver Weinhold dpa/owe
2 Min
BMW hat mit einem starken Gewinneinbruch zu kämpfen.

BMW hat mit einem starken Gewinneinbruch zu kämpfen.

© Lino Mirgeler/dpa

Zölle, ein schwieriges China-Geschäft und der schwache Dollar haben BMW im ersten Halbjahr deutlich belastet. Der Konzern erwirtschaftete nach Steuern rund 4 Milliarden Euro, ein Rückgang um 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Es ist bereits das dritte erste Halbjahr in Folge mit sinkendem Gewinn. Im Branchenvergleich steht BMW dennoch relativ stabil da: VW und Audi verzeichneten jeweils Gewinneinbrüche von über einem Drittel, bei Mercedes-Benz lag das Minus sogar bei mehr als 50 Prozent.

Konzernchef Oliver Zipse wertete die BMW-Halbjahreszahlen als Beleg dafür, „wie robust unser Geschäftsmodell ist“. Schon bei den Anfang des Monats vorgelegten Absatzzahlen hatte sich angedeutet, dass BMW etwas glimpflicher davonkommen könnte als die Konkurrenz, denn der Absatz der Münchner war – anders als bei Mercedes und Audi – mit gut 1,2 Millionen Autos annähernd stabil geblieben. Der Umsatz sank, wie nun bekannt wurde, allerdings um 8 Prozent auf 67,7 Milliarden Euro.

Schwierige Lage für die Branche

Die deutschen Autohersteller leiden derzeit neben den US-Zöllen auch unter dem harten Rabattkampf um den chinesischen Markt. Insbesondere mit Elektroautos tun sie sich dort schwer. Die meisten haben bereits Stellenabbauprogramme eingeleitet, BMW kann das bisher vermeiden.

BMW hofft nun unter anderem auf die Neue Klasse, deren erstes Serienfahrzeug im September auf der Internationalen Automobilausstellung vorgestellt werden soll. „Mit dem BMW iX3 geben wir den Startschuss für einen beispiellosen Produkthochlauf“, sagt Zipse. „Bis 2027 bringen wir mehr als 40 neue und überarbeitete Modelle auf den Markt – über alle Segmente und Antriebsformen hinweg.“

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