Aufbauspieler: Stefan Peno besetzt bei Alba die letzte Ausländerposition

Der Neuzugang kommt vom FC Barcelona.

BLZ
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Teambuilding klingt irgendwie schöner als Mannschaftzusammenschweißen und Rafting oder Climbing hört sich besser an als Müllverwertungsanlagebesichtigen. Doch genau das machen Alba Berlins Basketballer am heutigen Mittwoch. Sie statten dem Entsorgungszentrum der Alba Group unter dem Potsdamer Platz einen Besuch ab. Vermutlich weniger zur Mannschafts- als vielmehr zur Bewusstseinsbildung.

Die Spieler werden sehen, womit der Gesellschafter ihres Klubs einen nicht unbeträchtlicher Teil ihrer monatlichen Bezüge erwirtschaftet. Das Teambuilding im Sinne von Kaderaufbau ist ohnehin seit gestern abgeschlossen. Den letzten freien Platz, den Alba für einen ausländischen Profi vorgesehen hat, besetzt der 20-jährige Point Guard Stefan Peno. Der Serbe kommt vom FC Barcelona und erhält einen Vertrag über drei Jahre.

Auch Peno fügt sich ein ins Beuteschema der Berliner Basketballer der vergangenen Jahre. Der 1,95 Meter große Spielmacher hat wie die übrigen Zugänge Entwicklungspotenzial. „Er ist ein sehr interessanter und talentierter Spieler, dessen Entwicklung ich schon seit vielen Jahren verfolge“, sagt Albas Sportdirektor Himar Ojeda. „Er verfügt über ein gutes Ballhandling, und er mag es, zu passen und seine Mitspieler in Szene zu setzen.“

Trainer als Standortvorteil

Peno ist für seine Position groß und für seine Größe beweglich. Der Sohn eines serbischen Vaters und einer guyanischen Mutter machte seine ersten Karriereschritte bei KK Beokos und OKK Belgrad. Er ging mit 14 Jahren zum FC Barcelona und debütierte mit 17 in Spaniens erster Liga ACB. Vergangene Saison spielte er in Barcelonas zweiter Mannschaft, kam aber auch mit der ersten 14-mal in der höchsten Spielklasse zum Einsatz. In der Euroleague bestritt er zehn Partien und stand durchschnittlich 4,5 Minuten auf dem Spielfeld.

„Wenn einer der traditionsreichsten Klubs in Europa und eine Trainerlegende wie Aito dich in ihrem Team haben wollen, fällt die Entscheidung nicht schwer“, zitiert Alba die neue Perspektivkraft. Aito Garcia Reneses verhilft dem Klub zu einem Standortvorteil. Bereits nach der Verpflichtung des Cheftrainers berichtete Albas Geschäftsführer Marco Baldi davon, dass „uns viele Agenten aus dem Kreis ihrer Spieler die Juwelen anbieten“.

Stefan Peno ist ein solches Juwel und außerdem der dritte Profi, den Alba vor der Saison aus Spanien weggelotst hat. Aus der Heimat von Coach Reneses und Sportchef Ojeda kamen zuvor Marius Grigonis und Luke Sikma. Sikma, 28, ist der älteste Spieler in Albas Kader und ein alter Bekannter von Reneses; beide arbeiteten auf Gran Canaria zusammen . Der 2,03 Meter große Forward wurde mit Valencia spanischer Meister und Finalist im Eurocup, in dem er vergangene Saison 22 Partien à 19:52 Minuten im Durchschnitt absolvierte.

Verglichen mit Peno befindet sich Sikma am anderen Ende der Erfahrungsskala. Er soll einer der Schlüsselspieler sein, eine der Korsettstangen in Albas Kader. Sikma passt damit ebenfalls perfekt in Albas Beuteschema. Denn ganz ohne Routine lässt sich kein erfolgreiches Team bilden.

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