Es war einmal, vor 6871 Jahren (plus minus 140 Jahre), eine Kieselalge. Sie fraß, wuchs, verwandelte Kohlendioxid in Sauerstoff und teilte sich alle drei Tage. Wenn sie auch hätte gucken und sprechen können, könnte sie Zeitzeugin sein – und uns heute erzählen, was damals los war an der Ostsee. Denn die Alge lebt. Wieder. Sie wurde von einem Forschungsteam unter Federführung des Leibniz-Instituts für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) aus einem Jahrtausende währenden Ruhestadium wiedererweckt. Es gibt sogar, lernen wir aus der Pressemitteilung des Instituts, einen Forschungszweig, der den ethisch herausfordernden Titel Auferstehungsökologie (Ressurrection Ecology) trägt.
Forschung
Auferstanden aus dem Ostsee-Schlamm: Das wahre Märchen vom 7000-jährigen Schlaf der Kieselalge
Ostseeforscher des Leibniz-Instituts haben Organismen nach 7000 Jahren wieder zum Leben erweckt. Ein Gruß aus den Tiefen der Vergangenheit.
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Die wiederbelebte Kieselalge ist so fit wie ihre 7000 Jahre jüngeren Nachfahren
© IOW/S. Bolius