Mit Blaulicht rast ein Rettungswagen zu einem schlafenden Obdachlosen. Dabei sitzt er nur wenige Meter neben der Notaufnahme einer Klinik. Der Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr ist völlig überlastet. Mehrmals musste in den vergangenen Tagen die zweithöchste Auslastungsstufe ausgerufen werden. Doch für manche Einsätze sind Kapazitäten vorhanden – auch wenn diese Kopfschütteln bei Feuerwehrleuten hervorrufen.
„Hilflose Person“: So lautete die Meldung am vergangenen Sonntagabend. Ein Anrufer hatte den Notruf 112 gewählt. Die Person, Mitte 50, fühle sich schlecht, sei bei Bewusstsein und reagiere normal. Weitere sinnvolle Angaben zum Einsatzanlass gab es nicht. Aber die Besatzung des Rettungswagens (kurz: RTW) wurde angewiesen, mit Blaulicht und Martinshorn dorthin zu rasen. Solche Fahrten mit „Sonder- und Wegerechten“ bergen ein höheres Risiko, andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden. Deshalb muss die Leitstelle stets abwägen, ob dies zur Abwehr einer Gefahr für Leib und Leben gerechtfertigt ist.
Rettungsdienst
Pickel, Warze, Sodbrennen: Weshalb manche den Notruf der Berliner Feuerwehr wählen
Immer wieder benutzen Berliner den Rettungsdienst als Taxi in die Klinik. Das sind die verrücktesten Einsätze der letzten Wochen.
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Rettungssanitäter der Berliner Feuerwehr beim Patiententransport
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