Kommentar

Aus Flirt wird eine Ehe: Warum Jürgen Klopp die einzig logische Wahl des DFB ist

Das ewige Vorspiel ist vorbei: Nach dem Nagelsmann-Rücktritt übernimmt Jürgen Klopp die Nationalelf. Warum der DFB genau diese Identität jetzt braucht.

5 Min
Glücklich: Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

Glücklich: Jürgen Klopp wird neuer Bundestrainer der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

© STEINSIEK.CH/Imago

Geflirtet haben der Deutsche Fußball-Bund und Jürgen Klopp schon oft. Eine Beziehung aber sind beide nie eingegangen. Mal war der Zeitpunkt falsch. Mal passten die Lebensplanungen nicht zusammen. Während der DFB über Jahre auf Joachim Löw setzte, war Klopp damit beschäftigt, Borussia Dortmund und später den FC Liverpool zu formen. Selbst als der Bundestrainerposten 2021 und 2023 frei wurde, schien die Nationalmannschaft für ihn nie die richtige Aufgabe zur richtigen Zeit zu sein.

Ganz weg war Klopp trotzdem nie. Als TV-Experte kreiste er zu Beginn seiner Trainerkarriere wie ein Satellit um die Nationalmannschaft. Er analysierte bei zwei Weltmeisterschaften und einer EM Spiele, kommentierte Entwicklungen, kritisierte Strukturen und machte nie einen Hehl daraus, dass ihn die Zukunft des deutschen Fußballs beschäftigte. Als erfolgreicher Trainer von Borussia Dortmund und dem FC Liverpool besaß er später oft einen klareren Blick auf den DFB als viele, die innerhalb des Verbandes arbeiteten.

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